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Rezension: Regenglanz (Sturm-Trilogie, Band 1) von Anya Omah

November 4, 2021
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Anya Omah | Regenglanz | New Adult | 19.10.2021 | 512 Seiten | Verlag: Rowohlt Verlag | Preis für TB / E-Book: 12,99 / 4,99 | Ansehen bei Amazon | *Rezensionsexemplar

KLAPPENTEXT

Verletzlich, aber stark

Kunststudentin Alissa arbeitet neben der Uni als Tätowiererin. Sie ist gut in ihrem Job, ausgesprochen gut. Nur scheint das ihren neuesten Kunden nicht zu interessieren, der sich offenbar kein Tattoo von einer Frau stechen lassen will. Sexistischer Mistkerl.  

Entschlossen, aber sanft

Als Sportstudent Simon Alissa das erste Mal sieht, rauben ihm ihre tiefblauen Augen fast den Atem. Er fühlt sich sofort von ihr angezogen – und will ihr auf keinen Fall das extrem peinliche Tattoo zeigen, das eigentlich überstochen werden soll. Aber nun hält sie ihn für ein Arschloch. Und das ist noch schlimmer.  

Zusammen, aber verloren

Alissa und Simon. Während der Sitzungen lernen sich die beiden kennen – und mit jedem Treffen knistert es mehr. Doch keiner von ihnen ahnt zu diesem Zeitpunkt, dass sie mit ihrer beginnenden Beziehung gerade ein Tabu brechen … [Quelle]


Dies ist mein erstes Buch der Autorin und war sofort verliebt in dieses Cover. Die Aufmachung und die Farbe von innen wie außen sowie der Farbschnitt sind ein absoluter Traum. Ich war schon sehr gespannt auf diesen Auftakt da der Klappentext ziemlich vielversprechend klang. Der Schreibstil der Autorin war sehr flüssig, emotional und angenehm zu lesen. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Alissa und Simon erzählt, dadurch bekam man einen besseren Einblick in ihre Gefühle und Handlungen und konnte diese besser nachvollziehen.

Zu den Charakteren, Alissa Meyer wirkte auf mich wie eine sehr taffe, selbstbewusste und offene Frau, die dabei noch ziemlich schlagfertig ist. Doch man merkt recht schnell das sich hinter ihrer selbstbewussten Fassade eine verletzliche Seite verbirgt. Alissa leidet sehr unter Selbstzweifel und großen Schuldgefühlen die sie immer mehr zu zerfressen drohen. Ihre Vergangenheit ist ziemlich tragisch und beeinflusst immer noch ihr Leben. Ich konnte ehrlich gesagt nicht verstehen, warum ihre Familie sich so gegen sie stellt und warum sie sich so ausnutzen lässt von ihrer Schwester. Nach und nach erfährt man mehr über die Hintergründe, die dazu geführt haben dennoch konnte ich gerade ihren Vater so gar nicht verstehen.

Simon hatte es in seinem Leben alles andere als leicht, auch er hat mit einem grausamen Schicksalsschlag zu kämpfen der ihn beinahe das Leben gekostet hätte. Er besitzt aber eine unglaubliche Stärke und hat sein Leben wieder in die Hand genommen. Ich fand dies sehr beeindruckend wenn man die Hintergründe besser kennt. Simon ist jemand mit dem man Pferde stehen kann. Er ist bodenständig, aufmerksam, zuvorkommend sowie loyal sodass man ihn einfach nur in sein Herz schließen kann. Ich fand es toll wie er Alissa auch in schweren Zeiten zur Seite stand.

Auch die Nebencharaktere konnten sich hier sehen lassen, bis auf wenige Ausnahmen waren alle durchweg sympathisch. Ich bin natürlich sehr gespannt auf die Folgebände um mehr von ihnen zu lesen. Besonders haben mir die Gespräche bzw Nachrichten zwischen den Mädels gefallen oder die ernsten Unterhalten die Alissa und Simon geführt haben.

Ich muss aber sagen das mir die Schuldgefühle von Lissa weniger gefallen haben, diese waren ständig präsent da ihre Familie sie alles andere als gut behandelt. Besonders das Verhalten von ihrer kleinen Schwester Becka ist mir sauer aufgestoßen, da diese sich wie ein richtiges Biest benimmt. Ich konnte es wirklich nicht verstehen warum sie, ihre Schwester und ihren Vater immer wieder in Schutz nimmt. Beide benehmen sich absolut daneben sodass ich zeitweise das Buch gern an die Wand gefeuert hätte. Jeder kennt das Gefühl es anderen Recht zu machen, aber hier wurde ein Punkt erreicht wo man echt Grenzen ziehen muss. Natürlich verstehe ich, dass sie es ihrer Familie recht machen möchte und sich für das, was in der Vergangenheit vorgefallen ist, verantwortlich fühlt, aber irgendwann ist einfach ein Punkt erreicht, wo man eine Grenze für sich selbst ziehen muss. Das Ende hat mir gut gefallen hier war mal nicht alles eitel Sonnenschein. Natürlich bleiben hier ein paar Fragen offen aber vielleicht bekommt man in den nächsten Bänden ja das ein oder andere noch dazu mit. Ansonsten ist das ein authentisches Ende was hier gut zur Geschichte passt.

“Regenglanz” ist ein sehr emotionaler, mitreißender und aufwühlender Reihenauftakt. Diese Liebesgeschichte war authentisch und ziemlich süß. Es gab sanfte Annährungen und viele ernste Gespräche, bei denen sich die beiden Charaktere nach und nach dem anderen öffnen. Trotz wichtiger Themen, konnte mich diese gefühlvolle Liebesgeschichte nicht 100% überzeugen. Irgendwas bestimmtes fehlte mir, zudem ging mir irgendwann das Verhalten von Lissas Schwester und ihrem Vater ziemlich auf den Geist. Trotz allem fühlte ich mich wunderbar unterhalten und freue mich auf die nächsten Bände. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©
Foto: Nadine Stang
Cover: Kyss / Rowohlt Verlag
Hummel Wertung mit Picsart

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