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Rezension: Wild like a River (Kanada, Band 1) von Kira Mohn

Oktober 29, 2020
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Kira Mohn | Wild like a River | Liebesroman | 13.10.2020 | 400 Seiten | Verlag: Rowohlt Verlag | Preis für TB / E-Book: 12,99 / 9,99 | Ansehen bei Amazon | *Rezensionsexemplar

KLAPPENTEXT

In der Stille des Waldes hörst du dein Herz …
Haven lebt als Tochter eines Rangers in einem von Kanadas Nationalparks. Nirgends fühlt sie sich so wohl wie in der wilden Natur. Menschen hingegen verunsichern sie. Sie weiß nie, was sie sagen, wie sie sich verhalten soll. Die meisten Leute finden sie seltsam. Doch dann begegnet sie Jackson, einem Studenten aus der Stadt. Er bittet sie, ihm ihre Welt zu zeigen. Und plötzlich ist da jemand, der all das, was sie bisher allein erlebt hat, mit ihr teilt. Ein verwirrend schönes, aber auch schmerzhaftes Gefühl. Denn Jackson muss bald wieder zurück in seine eigene Welt … [Quelle]


Nachdem ich gehört habe das die Autorin eine neue Reihe herausbringt war ich Feuer und Flamme, denn diese entführt einen den Jasper – Nationalpark in Kanada. Da meine Großeltern in Canada leben habe ich schon viele tolle Geschichten und Bilder aus diesem wunderschönen Lang gesehen. Die Geschichte hat mich nicht nur wegen der bildreichen Beschreibungen überzeugt sondern auch durch den humorvollen und etwas sarkastischen Schreibstil der Autorin. Dieser ist mir bereits in ihrer Leuchtturm Reihe aufgefallen und besonders die vielen Tiernamen hier brachten mich sehr zum Schmunzeln. Die Charaktere waren toll, die Liebesgeschichte war realistisch und es wirkte alles zusammen einfach super ausgearbeitet.

Ich bin auf jeden Fall verliebt in das Cover, es passt hier einfach perfekt zur Geschichte. Das Ahornblatt zieht sich durch das ganze Buch. Bei jeden Kapitelanfang findet man dieses Blatt Motiv wieder, was mir sehr gut gefiel. Die Geschichte selbst wird abwechselnd aus der Sicht von Haven und Jackson erzählt. Dadurch lernt man die beiden Protagonisten besser kennen und kann sich viel besser in sie und ihre Gefühle hineinversetzen. Hier treffen zwei unterschiedliche Welten aufeinander.

Die Geschichte geht auf jeden Fall schonmal gut los und zwar mit einem Puma namens Snoops, dazu kommt eine unliebsame Begegnung mit einem Bären und zwei gutaussehenden Wanderern. Haven ist die Tochter des Rangers des Jasper National Parks und sie hilft ihren Vater wo sie kann. Da fällt es auch in ihren Aufgabenbereich die zwei Wildcamper auf einen offiziellen Campingplatz hinzuweisen. Während Jackson Freund es nicht erwarten kann abzureisen bleibt Jackson weil gerne mehr über Haven und den Nationalpark erfahren möchte. Haven ist ebenfalls von ihm fasziniert da er die einzige Person ist die weit unter fünfzig ist, mit der sie seit Monaten gesprochen hat. Da sie kaum aus dem National Park raus kommt ist sie eher unbeholfen was die sozialen Kontakte angeht, dadurch weiß sie natürlich auch nicht wie sie etwas ablehnen soll. Haven zeigt Jackson ihre Welt und ihre liebsten Plätze und stellt ihm auch das ein oder andere Tier mit seinem Namen vor. Beide lernen sich besser kennen, doch leider hat ihre gemeinsame Zeit ein Ablaufdatum, denn Jackson muss zum Semesterbeginn wieder in Edmonton sein. Haben sie gemeinsam überhaupt eine Chance?

Am Anfang geht alles ein wenig schnell, das legt sich dann aber wenn das Setting nach Edmonton wechselt. Ich hätte ja gedacht, anhand des Klappentextes, das sich die Geschichte vorwiegend im Nationalpark abspielt jedoch ist dem nicht so, die Handlung spielt in Edmonton. Vor allem geht es darum wie Haven mit der “normalen Welt” konfrontiert und versucht darin zurecht zu finden. Sie hat nämlich keine Ahnung von Mode oder Trends oder wie man sich auf einer Party verhält. Zuerst lernt man sie als taffe angehende Rangerin kennen, da sie im National Park in ihrem gewohnten Umfeld ist, doch in der Stadt ist Haven die schüchterne und etwas hilflos. Bei Jackson ist genau anders herum, er ist hilflos und braucht Havens Hilfe im National Park. In der Stadt er seine Freunde, sein Studium und gehört einfach dazu. Er möchte Haven seine Welt zeigen und hofft dabei natürlich das es ihr dort gefällt.

Die Liebesgeschichte zwischen Haven und Jackson ist eine zarte und süße Geschichte, das liegt vor allem daran das Haven an manchen Stellen ziemlich unerfahren ist. Dies ist zwar echt liebenswert aber manchmal erscheint es doch ziemlich naiv. Ich mochte beide Charaktere ganz gerne und durch die wechselnde Perspektive lernt man diese auch besser kennen. Ich muss ehrlich gestehen das ich ganz froh darüber war ansonsten wäre Jackson ziemlich blass dabei geblieben. Was mir hier aber besonders gut gefiel war das die Entwicklungen der Beziehung sehr realistisch wirkte und ohne Kitsch und Drama auskam. Doch leider zum Ende hin hat es sich ein wenig verlaufen, was ich persönlich nicht so schlimm fand, aber ich hätte auf das zusätzliche Drama und das Geheimnis und dessen Auflösung auch gut verzichten können da ich der Meinung bin es hätte auch ganz ohne dessen auskommen können.

“Wild lik a River” ist wunderschöne und zarte Liebesgeschichte, die mit tollen Charakteren und einer realistischen Entwicklung überzeugen konnte. Man taucht in die wildromantische Wildnis Kanadas ein und hat durch die wunderschönen Landschaftsbeschreibungen das Gefühl hautnah dabei zu sein. Es ist ein schönes Wohlfühlbuch was ganz ohne Dramen auskommt. Ich kann euch diese Geschichte nur empfehlen und ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©
Foto: Nadine Stang
Cover: Kyss Verlag
Hummel Wertung mit Picsart

 

 

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