2020 | Carlsen Verlag | Jugendbücher | Rezensionen

Rezension: Wenn zwei sich texten von Lana Wood Johnson

August 29, 2020
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Wenn sich zwei texten | Lana Wood Johnson | Jugendbuch | 30.07.2020 | 416 Seiten | Verlag: Carlsen Verlag | Preis für HC / E-Book: 14,- / 9,99 | Ansehen bei Amazon | *Reensionsexemplar

KLAPPENTEXT

Als Haley eine Nachricht von Martin Munroe bekommt, ist ihr sofort klar, wer da schreibt. Obwohl es an ihrer Schule zwei Jungs mit dem Namen gibt. Aber dieser Martin, der nach einer Klassenarbeit fragt, ist eindeutig der, den sie nicht nervig findet. Zum Glück. Denn aus einem lustigen ersten Schlagabtausch wird schnell ein Chat über Privates: seltsame Ängste, geheime Wünsche, schräge Vorlieben. Während sie in der Schule Abstand halten, bringt das Texten sie immer näher. Es gibt nur ein Problem: Haley hat den falschen Martin im Visier. [Quelle]


Ich habe das Buch Anfang des Monats gelesen, da mich der Klappentext sehr neugierig gemacht hatte. Der Klappentext verspricht hier nämlich eine sehr spaßige Verwechslungsgeschichte, bei der die Protagonistin Haley automatisch annimmt das der Martin der ihr schreibt derjenige ist denn sie nicht nervig findet. Diese Textnachrichten die man hier live miterlebt sorgen dafür das man sich immer mehr verliebt, leidet das ihr Martin sie in der realen Welt ignoriert. Doch komisch ist das der Martin, denn sie nicht ausstehen kann, immer netter wird und sie bei ihrer Arbeit besucht. Sie beginnt deswegen langsam dran zu zweifeln mit welchem Martin sie eigentlich schreibt.

Diese Geschichte lebt nicht nur von dem was unausgesprochen ist sondern auch von der Art und Weise wie sie aufgebaut wurde. Denn diese hebt sich deutlich von anderen Büchern ab. Sie ist von der ersten bis zur letzten Seite komplett aus Textnachrichten von den beiden Protagonisten verfasst wurden. Es ist wirklich gut gemacht und definitiv mal etwas anderes, aber leider fand ich es auf dauer doch etwas anstregend. Es gab Zeitsprünge, Entwicklungen und Gefühle die in der Handlung leider etwas versteckt stattfanden. Gerade durch dadurch das die Geschichte nur mit Textnachrichten beschrieben wird geht hier viel verloren. Im jedem Gespräch zwischen Haley und Martin bemerkt man viele Anspielungen die man nach und nach versteht. Mir fehlte hier schon die ein oder andere richtige Szene, da man alles nicht richtig miterlebt oder nur so Häppchen weise erfährt. Dies liegt vor allem an der indirekten Art wie die Geschichte uns erzählt wurde. Natürlich gewöhnt man sich mit der Zeit daran, dennoch hätte ich einfach gerne mehr Einblick in die Gefühle gehabt.

Genauso warum die beiden miteinander schreiben wurde zwar eingebaut wirkte auf mich aber nur bedingt authentisch. Auch wurde ab und an von einem Nebencharakter eine Nachricht über deren Handy verschickt. Dies merkte man durch die leicht unterschiedliche Ausdrucksweise, dennoch fand ich es manchmal etwas verwirrend. Es gab hier viel Humor, Unsicherheiten und ein klein wenig Drama die man am Rande gut mitbekommt. Die Nebencharaktere tauchen hier ja nicht wirklich aktiv auf, daher erfährt man durch geschriebenes etwas über sie, doch leider war manches eher wirrend als alles andere. Die Handlung war trotz allem spannend, dadurch das das Verwechslungsthema hier eine große Rolle spielt und nicht alle richtigen Begegnungen aufgezählt werden, bleibt die Spannung konstant bis zum Schluss. Ich hatte relativ schnell so ne Ahnung mit der Enthüllung von Martins wahrer Identität. Klar fehlte mir hier manches an Tiefe dennoch punktete die Geschichte vor allem mit ihrer Idee und Innovation bei mir. Ich hätte mir aber hier gerne so ein Zwischending gewünscht, normale Erzählung plus zusätzliche Textnachrichten.

“Wenn zwei sich texten” ist eine schöne Geschichte bestehend aus Textnachtrichten, die für ordentlich Verwechslung sorgt. Die Handlung ist spannend und mit humorvollen Dialogen gespickt die einen Schmunzeln ließen. Doch leider war es auf dauer schon ein wenig anstrengend, da es hier keine echten Szenen gab und man nicht alles im ganzen erfährt. Ich hätte gerne mehr Tiefe, Gefühle und Gedanken gehabt dennoch war es eine humorvolle und neue Art von Geschichte. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©
Foto: Nadine Stang
Cover: Carlsen Verlag
Hummel Wertung mit Picsart

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