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Rezension: Die Tribute von Panem X: Das Lied von Vogel und Schlange von Suzanne Collins

Juni 26, 2020
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Suzanne Collins | Die Tribute von Panem X: Das Lied von Vogel und Schlange | Dystopie | 19.05.2020 | 608 Seiten | Verlag: Oetinger Verlag | Übersetzung: Peter Klöss, Sylke Hachmeister | Preis für HC / E-Book: 26,- / 15,99 | Ansehen bei Amazon | *Rezensionsexemplar

KLAPPENTEXT

Ehrgeiz treibt ihn an. Rivalität beflügelt ihn. Aber Macht hat ihren Preis. Es ist der Morgen der Ernte der zehnten Hungerspiele. Im Kapitol macht sich der 18-jährige Coriolanus Snow bereit, als Mentor bei den Hungerspielen zu Ruhm und Ehre zu gelangen. Die einst mächtige Familie Snow durchlebt schwere Zeiten und ihr Schicksal hängt davon ab, ob es Coriolanus gelingt, seine Konkurrenten zu übertrumpfen und auszustechen und Mentor des siegreichen Tributs zu werden. Die Chancen stehen jedoch schlecht. Er hat die demütigende Aufgabe bekommen, ausgerechnet dem weiblichen Tribut aus dem heruntergekommenen Distrikt 12 als Mentor zur Seite zu stehen – tiefer kann man nicht fallen. Von da an ist ihr Schicksal untrennbar miteinander verbunden. Jede Entscheidung, die Coriolanus trifft, könnte über Erfolg oder Misserfolg, über Triumph oder Niederlage bestimmen. Innerhalb der Arena ist es ein Kampf um Leben und Tod, außerhalb der Arena kämpft Coriolanus gegen die aufkeimenden Gefühle für sein dem Untergang geweihtes Tribut. Er muss sich entscheiden: Folgt er den Regeln oder dem Wunsch zu überleben – um jeden Preis. [Quelle]


Jeder hat auf diesen Titel hingefiebert selbst ich. Ich war seit der Ankündigung des Prequels natürlich sehr gespannt was sich die Autorin hier ausgedacht hat. Zuallererst muss ich sagen das der Schreibstil der Autorin hier wieder sehr mitreißend und spannend, sodass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Die Vorbereitungen von Snow und Lucy auf die Hungerspiele fand ich sehr gut aufgebaut so bekam einen tieferen Einblick in die Charaktere. Ich muss aber gleich sagen das die Zeit hier in der Arena etwas ganz anders war als man es eigentlich kennt. Hier bekommt man viel mehr Geschehnisse außerhalb der Arena mit, was ich persönlich überaus interessant finde. Die Geschichte ist in drei Teile geteilt und gerade im letzten Teil wird gezeigt welche Auswirkungen diese Hungerspiele haben. Auch dieses war interessant da ich es so nicht vorhergesehen hatte doch leider war dies mir manchmal etwas zu langatmig.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht. Ich hatte das Gefühl nie wirklich weg gewesen zu sein. Die Autorin hat es hier geschafft die uns bekannte Welt nochmal neu zu erfinden und wir lernen hier Panem nochmal von einer ganz anderen Seite kennen. Denn hier ist die Welt noch sehr stark vom Krieg gezeichnet. Mir hat auch das Setting hier ganz gut gefallen da es ziemlich rau und ziemlich düster ist. Ich finde es wirklich schrecklich wie die Tribute damals behandelt wurden, sie sind weniger Wert als der Dreck auf Straße. Und sagt einfach schon alles oder? Hier wurde uns eine ganz andere Sicht auf das uns bekannte Kapitol gezeigt und das es noch meilenweit davon entfernt ist wie wir es aus den die Tribute von Panem kennen.

Wir lernen hier den jungen Coriolanus Snow kennen dessen Familie den Krieg nicht so gut überstanden hat und nun um die Existenz im Kapitel kämpfen muss. Er ist ein Willensstarker Charakter und ein Kämpfer. Das schlimme ist das man ihn gerade am Anfang doch recht sympatisch findet und etwas Mitleid mit ihm und seiner Familie hat. Doch dies legt sich im Verlauf der Geschichte, denn immer mehr bekommt er die Grundzüge von unserem gehassten Präsidenten Snow. Er wurde zu seinem Leidwesen Lucy Gray Baird als Mentor zu gewiesen, einem weiblichen Tribut aus dem heruntergekommenen Distrikt 12. Dies stößt ihn natürlich innerlich auf, denn das sind nicht gerade prächtige Aussichten für das Snow wie gehofft. Aber Coriolanus nimmt dies als Herausforderung an und bildet mit Lucy eine untrennbare Einheit. Man merkt schnell das er an zwei Fronten kämpft, zu aller erst um das Ansehen seiner Familie und dann um das Leben von seinem Tribut in der Arena. Dabei entwickelt er Gefühle für Lucy muss sich aber letztendlich zwischen seine Gefühle oder seinen Ruhm entscheiden.

Lucy Gray Baird konnte mich mit ihrem ersten Auftritt von sich begeistern. Ich hatte manchmal das Gefühl das sie so ne gute Mischung zwischen Katniss und Peeta ist, was mir wirklich gut gefallen hat. Sie st stark, lebensfroh und mutig und hat mich wirklich fasziniert. Sie ist jemand der mit ihrer Art die Leute für sich einnimmt. Aber trotz allem das sie interessant wirkte konnte ich ihr diese Sympathie nicht ganz entgegen bringen. Ich kann es nicht ganz erklären, ich finde sie nicht unsympathisch aber ich kann nicht ganz nachvollziehen warum alle sie so unwiderstehlich finden. Aber bis zum Schluss hatte ich das Gefühl sie nie richtig fassen zu können.

Neben diesen beiden gibt es noch allerhand Nebencharaktere die leider alle, außer ein paar wenige, ziemlich blass blieben. Diese beiden wären Tigris und Sejanus, wobei das Schicksal von Sejanus sehr berührt hat. Auch wenn man es durch sein Verhalten schon ahnt das dies irgendwann Konsequenzen nach sich zieht, fand ich es nicht toll.

“Die Tribute von Panem X: Das Lied von Vogel und Schlange” ist insgesamt ein Buch was mir ganz gut gefallen hat. Wir bekommen einen ganz neuen Einblick in die uns bekannte Welt und lernen sie nochmal von einer anderen Seite kennen. Wir lernen Snow ein bisschen besser kennen und wie er sich von einem doch überraschen kleinen Sympathieträger zu den bekannten Fiesling entwickelt. Der letzte Abschnitt des Buches hat sich für mich leider etwas gezogen auch wenn es durchaus interessant war. Ich habe mich aber dennoch sehr gefreut diese 10. Hungerspiele zu besuchen und aller Hand Dinge zu erfahren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©
Foto: Nadine Stang
Cover: Oetinger Verlag
Hummel Wertung mit Picsart

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