2020 | Knaur Verlag | Krimi | Rezensionen

Rezension: Die Schnüfflerin (Die Schnüfflerin-Reihe 1) von Anne von Vaszary

April 8, 2020
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Anne von Vaszary | Die Schnüfflerin | Kriminal Roman | 13.01.2020 | 384 Seiten | Verlag: Knaur Verlag  | Preis für TB / E-Book: 9,99 / 9,99 | Ansehen bei Amazon | *Rezensionsexemplar

KLAPPENTEXT

Eigentlich wollte Nina (23, Schulabbrecherin ohne Lebensplan) sich mit ihrem Bekannten Ricky nur in einem Restaurant in Berlin treffen, um ihm zu sagen, dass ihr One-Night-Stand Folgen hat, doch dann kommt alles anders. Mehrere Gäste ringen nach Luft, rutschen von ihren Stühlen und kämpfen um ihr Leben – unter ihnen auch Ricky. Nina bleibt von dem Giftanschlag verschont, weil ihre seit der Schwangerschaft hochsensible Nase sie davon abgehalten hat, das Essen zu probieren. Schon seit Tagen kämpft Nina mit den Auswirkungen ihres verstärkten Geruchssinns. Eine nützliche Fähigkeit, denkt sich Kommissar Koller von der Berliner Kripo und spannt Nina in seine Ermittlungen ein, die – der Nase nach – direkt zum Mörder führen … [Quelle]


Ich dachte mir ich probiere mal etwas neues aus. Daher habe ich mir mal diesen leichten Kriminal Roman vorgenommen da der Klappentext ganz interessant klang. Jeder der unseren Blog kennt weiß das Krimis und Thriller so gar nicht mein Fall sind, dennoch versuche ich es immer mal wieder. Der Schreibstil der Autorin war locker und flüssig mit ganz viel Humor, der sich in den Dialogen, Spitznamen oder Beschreibungen wiederspiegelt. Die Geschichte selbst wird in der Ich-Perspektive von Nina erzählt, so konnte man sich sehr gut in die Ängste und Gefühle der Protagonistin hineinversetzen.

Die Idee fand ich ganz amüsant. Nina ist jemand wie du und ich dafür das sie eine so gute Begabung hat. Aber im laufe der Geschichte wird schnell klar das sie eigentlich ziemlich allein ist und das das Leben es nicht gerade gut mit ihr gemeint hat, zu mindestens momentan. Aber man merkt auch schnell das alle in ihrem Umfeld schon etwas speziell sind. Die sorglose Mutter oder eine extrovertierte Mitbewohnerin, machen ihr die ersten Wochen der Schwangerschaft nicht gerade leicht.

In der Handlung gab es die ein oder Wendung die die ziemlich vorhersehbar war dennoch zudem fehlte mir hier noch mehr Spannung. Klar war diese vorhanden dennoch hätte ich hier ein wenig mehr erwartet. Was mich ziemlich störte war das die Polizei so ziemlich hanebüchen wirkt. Da ich aus einer Polizeifamilie komme kenne ich dies deutlich anders. Eine Hauptverdächtige wird hier zur Ermittlerin, die SOKO selbst wird von Emotionen geleitet und dann wird ein ganz wichtiger Zeuge einfach ignoriert. Argh! Da stellten sich bei mir alle Nackenhaare auf. Auch das Motiv für die Tat war mir bis zum Ende kaum nachvollziehbar. Die Polizeibeamten wirkten mir hier einfach zu Kopflos und gerne hätte ich ihn gerne mal den Kopf geschüttelt damit sie sich mehr bemühen in diesem Fall.

“Die Schnüfflerin” ist eine nette Geschichte für zwischendurch die mit humorvollen Dialogen und Spitznamen, leider konnte sie mich nicht komplett von sich überzeugen. Die Polizei ignorierte ihr wichtige Tatsachen und arbeitete eher Kopflos. Auch war mir vieles zu vorhersehbar, da hätte man ein wenig mehr herausholen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©
Foto: Nadine Stang
Cover: Knaur Verlag
Hummel Wertung mit Picsart

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