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Rezension: V wie Vincent von Lucinde Hutzenlaub

September 24, 2019
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Lucinde Hutzenlaub | V wie Vincent | Jugendbuch | 15.08.2019 | 288 Seiten | Verlag: Planet! | Preis für TB / E-Book: 13,- / 9,99 | Ansehen bei Amazon | *Rezensionsexemplar

KLAPPENTEXT

32 Schüler, die wegsehen, und ein Junge, der seine Stimme erhebt.

Milo ist neu an der Schule. Er ist gerade erst mit seiner Familie aus Namibia ins triste Deutschland gezogen und hat fürchterliches Heimweh. Nur Nike, das beliebteste Mädchen der Klasse ist ein Lichtblick. Milo mag sie. Und Nike mag Milo. Dafür macht der eifersüchtige und aggressive Max Milo das Leben zur Hölle. Aus Verzweiflung startet Milo seinen YouTube-Kanal „V wie Vincent“. Seine Videos verbreiten sich rasend schnell und ermutigen viele mit einem ähnlichen Schicksal. Doch Milo hat nicht mit den Folgen gerechnet … [Quelle]


Als ich das Buch in der Programmvorschau gesehen habe wusste ich das ich es lesen muss. Ich finde es immer wieder toll wenn das Thema Mobbing in Büchern auf gegriffen wird. Da dieses Thema ja immer aktuell ist. Der Schreibstil gefiel mir ganz gut dieser war locker und flüssig. Ich muss aber leider gestehen das ich die Liebesgeschichte irgendwie ein wenn zu rührselig. Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen das junge Jungs so reden. Vieles wirkte auf mich auch zu sehr schwarz/weiß.

Im Mittelpunkt des Buches steht Milo. Er ist mit seinen Eltern und Bruder Carl aus Namibia nach Deutschland gezogen. Sein Vater musste aus beruflichen Gründen umziehen. Wie es bei einem Umzug so ist vermisst Milo seine Freunde und die Farm seiner Familie in Namibia. Mit dem deutschen Wetter hat also erstmal seine Probleme. Dies wird auch nicht besser als er seine neue Schulklasse kennen lernt. Denn sein Mitschüler Max terrorisiert nicht nur gefühlt die halbe Klasse sondern hat sich als nächstes Opfer direkt Milo ausgesucht. Milo hat sich auch noch unsterblich verliebt in Nike die leider auch so einige Probleme mit Max hat. Da er sich im realen Leben ein wenig machtlos fühlt eröffnet er einen anonymen Youtube Channel unter dem Psydonym “V wie Vincent”. Und ja diese Andeutung an den Film Vendetta hat er bewusst gewählt. Er möchte sich gegen Mobbing äußern und das die Menschen mehr Courage zeigen. Zu Milos Überraschung wird sein Channel zu einem großen Erfolg. Leider hat dies nicht nur positive Auswirkungen.

Ich mochte das Buch ganz gerne, es war sehr unterhaltsam und das Thema Mobbing wurde hier an sich ganz gut umgesetzt. Man konnte sich gut die Situationen und Schultag der Kinder hineinversetzen. Die Autorin erzählt am Schluss auch das sie selbst einmal solche Erfahrungen machen musste. Ich selbst musste in meiner Grundschulzeit darunter leiden. Deswegen soll die Geschichte um Milo und seiner Stimme wohl inspirierend wirken. Doch leider sieht es in der wirklichen Welt ein wenig anders aus. Daher wirkte es doch ziemlich unrealistisch, den wer handelt denn so wie im Buch? Okay es gibt bestimmt welche aber manche haben einfach viel zu viel Angst. Außerdem wurden die Jugendlichen hier doch sehr alleine gelassen. Niemand von den Erwachsenen tut was oder reagiert später ein wenig mehr. Was ich sehr schade fand. Das wirkt alles sehr passiv und da hätte ich mir doch etwas mehr auf der Seite der Erwachsenen gewünscht. Klar ist das ziemlich realistisch da sie ja von so etwas kaum etwas mitbekommen dennoch wirkt es auf einem das man alles allein schaffen muss.

Leider bleibt vieles oberflächig. Warum ist Max niemanden vorher aufgefallen? Ich kann mir nicht vorstellen das sowas untergeht. Auch bleibt die Frage was wird aus diesem Rüpel? Es gibt so einiges was ich mich im Nachhinein Frage aber ansonsten war das Thema Mobbing gut dargestellt.


“V – Wie Vincent” behandelt ein sehr wichtiges Thema in der heutigen Zeit – das Mobbing. Viele Menschen möchten sich damit nicht auseinandersetzen sollten es aber. Denn jeder von uns kam schon mal damit in Berührung oder war Opfer. Es war wirklich spannend aber leider ging mir auch vieles einfach zu leicht. Auch bleiben noch einige Fragen offen. Ansonsten ein tolles Buch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©
Foto: Nadine Stang
Cover: Planet!
Hummel Wertung mit Picsart

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