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Rezension: Auf dich war ich nicht vorbereitet von Anna Bell

Mai 8, 2019
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Anna Bell | Auf dich war ich nicht vorbereitet | Gegenwartsliteratur | 01.04.2019 | 448 Seiten | Verlag: Knaur Verlag | Übersetzung: Silvia Kinkel  | Preis für TB / E-Book: 9,99 / 9,99 | Ansehen bei Amazon | *Rezensionsexemplar

KLAPPENTEXT

Haben Sie schon einmal daran gedacht, auf Handy, Facebook, Instagram und Twitter zu verzichten? Also eine Digital Detox, eine digitale Diät, zu machen? Genau dies tut Daisy, die Protagonistin in Anna Bells neuer romantischer Liebe-Komödie – allerdings gegen ihren Willen. 
Denn die Londonerin Daisy liebt nichts so sehr wie ihre Social-Media-Kanäle und ist in jeder freien Sekunde online. Ihre Facebook-Fassade strahlt in perfektem Glanz. Und auch auf der Arbeit ist sie ununterbrochen online und für jedermann erreichbar – bis sie erschöpfungsbedingt zusammenbricht. 
Daisys Schwester Rosie beschließt, dass es nun endgültig reicht und verfrachtet Daisy kurzerhand aufs Land. Dort soll sie fernab von WLAN und Handynetz einen Digital-Entzug machen. Obwohl Daisy anfangs einiges versucht, um online zu gehen, gefällt ihr das Landleben immer besser. Und als der schweigsame Nachbar Jack beginnt, ihr kurze Briefe anstatt Mails zu schreiben, ist das fast schon romantisch … [Quelle]


Ich bin durch Zufall auf dieses Buch gestoßen und es machte mich durch den Klappentext sehr neugierig. Dies ist auch mein erstes Buch der Autorin und bin an sich auch sehr begeistert. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm locker-flüssig und sehr humorvoll sodass ich beim lesen des öfteren Schmunzeln musste. Das Thema selbst fand ich sehr gut aufbereitet. Denn sind wir mal ehrlich wir checken doch eigentlich viel zu oft unsere Handys als nötig oder? Man trifft viel zu oft Leute die ohne von ihrem Handy hochzuschauen über die Straße gehen oder während dessen gefühlt texten. Das Gefühl nicht Up-to-Date zu sein nimmt immer mehr zu und ich nehme mich da auch nicht raus. Man muss doch heute nur einmal ein paar Stationen mit der Bahn fahren. Früher hatte jeder zweite ein Buch oder Zeitschrift zum lesen dabei, heute sitzt jeder da und daddelt mit seinem Handy. Und vielleicht gibt es von 100 Leuten in der Bahn 10 die ein Buch oder eine Zeitschrift lesen. Es ist doch irgendwie schon traurig.

Aber kommen wir nun endlich zur Geschichte, Daisy ist hier auch ziemlich Social Media süchtig. Ihr ganzes Leben setzt sie für ihre “Fangemeinde” perfekt in Szene und muss deswegen jeden Moment festhalten. Doch leider passiert ihr eines Tages ein folgenschwerer Fehler der ihrer Karriere in ihrer Firma sofort ein Ende setzt. Dazu kommt noch das sie nun auf allen Kanälen, Twitter, Instagram sowie Facebook, durch ihren Hashtag #unbezahlbar eine ziemliche Lachnummer geworden ist und dieses immer mehr verbreitet. Daisy verschanzt sich nun also im Gästezimmer ihrer besten Freundin und beobachtet haar genau wie es sich immer weiter verbreitet. Ihre beste Freundin und ihre Schwester Rosie planen eine Intervention. Rosie verspricht Daisy mit ihr fernab des Skandals eine Detox Kur zu machen, was sie dabei nicht erwähnt ist das es auf dem Land ist. Gan ohne Handy oder andere digitale Dinge soll Daisy dort nun eine Entgiftung machen.

Zu der Protagonistin Daisy. Ich mochte sie schon recht gern. Gerade am Anfang manövriert sie sich ja in eine missliche Lage wodurch sie ihren Job verliert. Da sie ziemlich Handy süchtig ist bringt sie sich auf der suche nach dem digitalen Schuss öfters mal in sehr heikle und peinliche Situationen. Also mega Fettnäpfchen Alarm! Klar wirkte es sehr amüsant aber gleichzeitig konnte ich des öfteren nur mit den Kopf schütteln. Aber ich fand die Entwicklung die sie im laufe der Geschichte durchmacht und wie sie schlussendlich mit ihrem Skandal umgeht sehr gut. Da hätte ich ihr gerne ein High-Five für gegeben!

Aber es gab trotz allem etwas was ich auszusetzen hatte. Ich hatte hier mir irgendwie mehr unter der Liebesgeschichte vorgestellt. Sie plätscherte irgendwie nur so dahin sodass sie für mich nicht wirklich greifbar war. Ich hätte da gerne irgendetwas gehabt was nach dem Ende des Buches auch im Langfristig im Gedächtnis bleibt. Ich hatte nicht das Gefühl viel über die beiden zu Erfahren oder generell viel über Jack. Es fehlte hier Persönlichkeit die sich von anderen Roman Figuren abhebt. Sehr schade.

“Auf dich war ich nicht vorbereitet” ist eine gute Zwischendurch Lektüre die ein wichtiges Thema in der heutigen Zeit aufgreift. Dieses wurde sehr humorvoll verpackt regt aber gleichzeitig zum Nachdenken an. Doch leider konnte mich die Liebesgeschichte selbst nicht von sich überzeugen, da diese so gut wie keine Persönlichkeit aufwies und damit in Gedächtnis bleibt. Da hätte ich mir dann doch mehr gewünscht.

 

 

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