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Rezension: Schneeweiße Rose. Der verwunschene Prinz (Rosenmärchen 1) von Jennifer Alice Jager

Dezember 22, 2018
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Jennifer Alice Jager | Schneeweiße Rose. Der verwunschene Prinz | Fantasy | 01.02.2018 | 378 Seiten | Verlag: Dark Diamonds | Preis für E-Book: 3,99 | Ansehen bei Amazon | *Rezensionsexemplar

KLAPPENTEXT

Seit dem Tod ihrer Mutter sind die Schwestern Snow und Rose auf sich allein gestellt. Gemeinsam führen sie ein bescheidenes Gasthaus an der Grenze zum verwunschenen Wald. Viele Gefahren drohen dort, doch die Schwestern konnten immer auf sich aufpassen. Bis sie eines Tages einem geheimnisvollen Fremden Obdach gewähren und Snow ihr Herz an ihn verliert. Plötzlich befinden sich Rose und Snow mitten in einem magischen Krieg zwischen den Zwergen und den Feen des Waldes. Und damit mitten in einem Kampf um Liebe, für die Freiheit und um das Schicksal eines ganzen Königreichs. [Quelle]


Ich liebe Märchenadaptionen und bin immer wieder froh wenn solche herauskommen. Besonders diese Autorin hat ein Faible für Adaptionen. Und ich bin immer wieder überrascht welches sie aus ihren Nähkästchen zaubert. Als Kind, aber auch noch heute, liebte ich das Märchen um “Schneeweißchen und Rosenrot”. Deswegen musste ich diese Geschichte unbedingt haben. Der Schreibstil der Autorin gefiel mir wieder sehr gut. Er war flüssig und angenehm locker sodass man schnell in die Geschichte eintaucht. Auch gefiel mir diese gemütliche Atmosphäre im Gasthaus, des verwunschen und gefährlichen Waldes wo man einige magische Bewohner trifft.

Zur Geschichte, Snow und Rose leben in einem Wirtshaus an der Grenze des verwunschendes Waldes. Als Snow hinaus in die Scheune geht findet sie dort einen verletzten jungen Mann. Beide Schwestern pflegen ihn gesund und er hilft zum Dank wo er kann. Snow verliebt sich in den jungen Mann Chris und er auch in Sie. Alles könnte so schön sein doch Chris will sie verlassen um seinen verlorenen gegangen Erinnerungen nachzugehen. Einige Zeit später tauchen Gardisten des Königs auf und sind auf der Suche nach einem jungen Mann. Snow kombiniert schnell das der gesuchte nur Chris sein kann. Sie versucht alles um Aufeinandertreffen  zu verhindern doch leider sieht Chris die Gardisten und will aus unerklärlichen Gründen hinter ihnen her. Sie laufen in den verwunschen Wald doch leider verliert sie Chris dabei aus den Augen. Doch dann taucht ein Gardist aus dem Wald wieder auf und scheint nicht er selbst zu sein und so gerät das Wirtshaus versehentlich in Brand. So stehen nun die beiden Schwestern vor dem nichts. Dazu steht ihnen noch der Prinz und Bruder von Chris zur Seite. Die Frage bleibt warum ist er aus dem Schloss abgehauen?

Die Schwestern Rose und Snow sind zwei starke Charaktere die mir sehr gut gefallen haben. Und sie hätten nicht unterschiedlicher sein können. Snow ist eher die zurückhaltende und überlegt viel mir, während ihre Schwester Rose eher die Schlagfertigere ist. Dennoch hat Snow ihren eigenen Kopf und will nicht immer darauf hören was ihr Rose rät. Aber im laufe der Geschichte wächst Snow über sich selbst hinaus und riskiert auch alles für ihre große Liebe.

Und dann gibt es da noch die beiden Prinzen. Diese konnten mich leider weniger überzeugen. Chris wirkte gerade zu Anfang sehr geheimnisvoll, doch dann entwickelte sich dieser Protagonist zu einem reinem Waschlappen(wenn man das so sagen darf). Er besaß null Entschlossenheit oder Willenskraft. Am liebsten hätte ich ihn öfters gern geschüttelt. Klar finde ich es toll das hier die Frauen die Heldinnen sind dennoch muss der Kerl nicht so ein Weichei sein. Da fand ich William schon ganz nach meinem Geschmack. Mit seiner großen Klappe  brachte er mich des öfteren zum Schmunzeln.

Besonders hat mir der Spannungsbogen gefallen. Denn immer wieder tauchen neue Fragen auf die man lösen möchte. Das man nicht alle Antworten gleich bekommt ist jedem sicher klar oder? Doch diese werden alle zum Ende zusammengefügt. Aber ich muss leider ein wenig kritisieren das mir das Ende zu schnell war. Ich hatte das Gefühl das es einer kleinen Hetzjagd zum Ende glich, auch wenn so war. Dennoch hätte ich da doch ein wenig mehr erwartet, da es mir ein wenig zu einfach war. Das Finale war wirklich gut und hat auch in die Geschichte gepasst dennoch fehlte mir da irgendwas. Ansonsten war das Ende wirklich sehr romantisch und hat mein Herz erwärmt.

“Schneeweiße Rose. Der verwunschene Prinz” ist eine wunderschöne Märchenadaption. Die Geschichte hat mir ganz gut gefallen auch wenn ich die männlichen Protagonisten etwas Waschlappen mäßig fand. Ansonsten haben mir die Geheimnisse des verwunschen Waldes, die Magie und auch der Zwergenkönig sehr gut gefallen. Mir hat diese Geschichte wunderschöne Lesestunden beschert auch wenn mir das Finale zu schnell von statten ging.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©
Foto: Nadine Stang
Cover: Impress
Hummel Wertung mit Picsart

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