2018 | Familienroman | Rezensionen | Roman | Ullstein Buchverlag

Rezension: Sieben Tage wir von Francesca Hornak

Dezember 3, 2018
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Francesca Hornak | Sieben Tage wir | Familienroman | 12.10.2018 | 464 Seiten | Verlag: Ullstein Buchverlag | Übersetzung: Tanja Handels | Preis für  TB / E-Book: 13,- / 9,99 | Ansehen bei Amazon | *Rezensionsexemplar

KLAPPENTEXT

Eine Woche mit der Familie kann verdammt lange sein …

Es ist Weihnachten und die Familie Birch trifft sich zum ersten Mal seit Jahren wieder vollzählig in Norfolk. Die älteste Tochter Olivia ist Ärztin und es besteht der Verdacht auf eine ansteckende Krankheit, sodass sie gerade jetzt für eine Woche in Quarantäne muss. Dem Rest der Familie bleibt nichts anderes übrig, als die nächsten sieben Tage mit ihr im Haus zu verbringen. 
Aber eine Woche mit den Liebsten kann sich wie eine Ewigkeit anfühlen, vor allem wenn alle versuchen, ihre Geheimnisse voreinander zu verstecken. Doch das letzte rätselhafte Adventstürchen öffnet sich ganz von selbst und ein unerwarteter Gast taucht auf, der vielleicht alle Fäden zusammenführen kann. [Quelle]


Als ich dieses Buch entdeckt habe wurde ich durch den Klappentext darauf aufmerksam. Zuerst dachte ich das es eine lustige Geschichte wird die man sonst so kennt. Aber da habe ich mich ein wenig geirrt. Dieser Roman ist eher nachdenklich gestimmt mit einer Prise britischen Humor. Trotz allem hat mich diese Geschichte wunderbar unterhalten. Der Schreibstil der Autorin gefiel mir sehr gut und war angenehm flüssig. Jeder einzelne Charakter bekommt hier seine eigene Sicht und wird dadurch ausführlich und authentisch beschrieben. So bekam man einen sehr guten Einblick in ihre Gefühlswelt und konnte sich gut in sie hineinversetzen. So bekommt man natürlich auch mehr mit als der Rest der Familie. Und auch das jeder sein eigenes Leben führt ohne die anderen groß einzubeziehen.

Zur Geschichte, Olivia muss dieses Jahr Weihnachten zu Hause mit ihrer Familie verbringen um genauer zusagen in dem alten Landsitz Norfolk. Manch einer freut sich Zeit mit der Familie zu bringen aber nicht so Olivia. Sie muss leider eine Woche lang in Quarantäne, da sie als Ärztin einer Hilfsorganisation in einem Gebiet gearbeitet hat wo das ansteckende Haag-Virus grassiert. So stecken nun Olivias Eltern und ihre Schwester mit ihr im Haus fest und wollen Weihnachten feiern. Bis auf ihre Mutter Emma hat keiner eine Freude an diesem Weihnachtsfest. Diese freut sich endlich mal wieder alle beisammen zu haben und zu bemuttern. Doch leider haben sich diese vier Erwachsenen nicht viel zu sagen und haben auch das ein oder andere Geheimnis was sie nicht preisgeben wollen. Olivia hat trotz Kontakverbot im Krisengebiet eine Beziehung mit ihrem Kollegen Sean angefangen. Bei dem kurze Zeit später Haag diagnostiziert wurde und um den sie bangt. Sie kann aber ihrer Familie nichts sagen. Bei ihrer Mutter wurde kurz vorher ein Knoten entdeckt und es stellte sich heraus das es Krebs ist. Sie möchte nicht allen die Feiertage versauen und behält es für sich und versucht alles um ihre trüben Gedanken zu unterdrücken. Andrew, ihr Vater,  hat vor Jahren ein Brief bekommen indem steht das er Vater von einem Sohn ist. Bei einem Auslandseinsatz hatte er einen One-Night-Stand und hat Emma nie davon erzählt. Nun meldet sich sein Sohn und möchte ihn kennen lernen….

Man merkt schnell das jeder Charakter sein Päckchen zu tragen hat und alle versuchen eine fröhliche Weihnachtstimmung vorzutäuschen. Das dies nicht lange gut geht ist wohl jedem klar oder? Ich fand es toll das man so ein gutes gesamt Bild bekommt. Natürlich hab ich schon bestimmte Ahnungen gehabt in welche Richtungen es laufen könnte. Wie ihr euch denken werden im laufe der Geschichte alle Geheimnisse aufgedeckt und die ganze Familie versöhnt sich miteinander. Das fand ich echt schön so unterschiedlich auch alle und ganz gleich welche Probleme sie hatten sie fanden als Familie wieder zusammen. Wer hier ein reines Happy End sucht den muss ich leider enttäuschen. Das gibt es hier leider in dem Sinne nicht. Es ist wirklich Schade, gerne hätte ich ein kitschiges gehabt wo alles gut ist. Hier ist nicht diese übliche Friede Freude Eierkuchen Geschichte die man sonst erwartet, man leidet, lacht mit jeden Charakter und grübelt über alles mögliche mit.

“Sieben Tage wir” ist eine emotionale Geschichte die einen mitnimmt. Ich habe mit dieser Geschichte und ihren Charakteren gelacht, gelitten und getrauert. Diese Geschichte bringt einen zum Grübeln und verändert einen auch ein kleines Stück. Ich kann euch dieses Buch um die Familie Birch nur weiterempfehlen. Auch wenn ich lieber ein kitschiges Happy-End gehabt hätte statt dieses. Auch die Entwicklung der Familie konnte mich durch ihre authentische Art überzeugen. Zuerst waren alles Einzelkämpfer aber nach und nach haben sie wieder zusammen gefunden und wurden eine Einheit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©
Foto: Nadine Stang
Cover: Ullstein Verlag
Hummel Wertung mit Picsart

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