2017 | Carlsen Verlag | Rezensionen

Rezension: Prinzessin Fantaghiro. Im Bann der weißen Wälder von Jennifer Alice Jäger

November 29, 2018
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Jennifer Alice Jäger | Prinzessin Fantaghiro. Im Bann der weißen Wälder | Fantasy | 07.12.2017 | 282 Seiten | Verlag: Impress | Preis für TB / E-Book: 12,99 / 3,99 | Ansehen bei Amazon | *Rezensionsexemplar

KLAPPENTEXT

Ein absolut berauschendes Wintermärchen von der Bestsellerautorin Jennifer Alice Jager 
**Eine Prinzessin mit dem Mut eines Kriegers** 

Fantaghiro ist nicht nur die Jüngste von drei Königstöchtern, sondern auch die Wildeste. Tagtäglich setzt sie sich über alle Regeln des Hofs hinweg, reitet, liest Bücher und streift oft stundenlang in den verbotenen Weißen Wäldern umher. Das geht schließlich so weit, dass ihr Vater sie auf dem königlichen Ball des Nachbarlands nicht als seine Tochter vorstellen möchte. Für Fantaghiro kein Problem. Ohne zu zögern schneidet sie sich ihr schönes Haar ab und gibt sich als Stallbursche aus, um ihre Schwestern begleiten zu können. Als sie dann aber unterwegs angegriffen werden, steht sie plötzlich vollkommen alleine und nur mit einem Stock bewaffnet dem gut aussehenden Schwertkämpfer Alessio gegenüber – und der hält sie für einen Jungen…   [Quelle]


Als ich dieses Buch mit dem Cover und den Klappentext sah wusste ich das ich es haben musste. Ich habe früher die Märchenfilme zu Fantaghiro geliebt und bin immer wieder froh wenn sich jemand dieser Geschichte annimmt. Der Schreibstil der Autorin ist leicht und flüssig, sodass man das Buch innerhalb kürzester Zeit verschlungen hat. Da dies eine Märchenadaption ist war mir gleich klar das dies vielleicht ein wenig anders sein könnte als man es kennt. Aber sowas finde ich persönlich nicht schlimm wenn geliebte Figuren vielleicht einen anderen Weg gehen. Durch abwechselnde Perspektiven konnte man sich auch gut in die Charaktere hineinversetzen. Das sorgte für die nötige Tiefe in der Geschichte.

Fantaghiro hat mir wirklich sehr gut gefallen. Sie ist eine wirklich außergewöhnliche Protagonistin und ist ganz anders als man es von Prinzessinnen kennt. Sie bricht sozusagen jedes Klischee einer Prinzessin was man kennt. Fantaghiro ist mutig, loyal, willensstark und stellt sich nicht über andere. Sie ist sich für nichts zu schade und hat ihren eigen Kopf. Ich war von Anfang an von ihr beeindruckt wie sie sich ihrem Schicksal stellt und sich dabei treu bleibt. Sehr gut gemacht!
Und dann gibt es da noch Alessio, was für ein schöner Name oder?, der mich auch von sich überzeugen konnte. Er verliebt sich in Fantaghiro obwohl er sie für einen Jungen hält. Dieses vertraut er erstmal nur seinen besten Freund an und dann seiner Mutter. Diese gibt ihm einen guten Rat dazu. Ich fand es toll das Alessio bereit war seinem Herzen zu folgen auch wenn er sich nicht sicher ist ob er sich in einen Mann oder eine Frau verliebt hat. Er kümmert sich eher weniger um Konventionen und macht wonach ihm der Kopf steht. Für ihn stehen Loyalität und Freundschaft an erster Stelle und dies merkt man schnell.

 

“Man muss die Augen nach dem Licht offen halten, auch wenn man sich durch die Schatten bewegt. Es ist da und es strahlt in Finsternis umso heller.”

 

Die beiden Schwestern von Fantaghiro, Lorena und Eleonora, könnte man gerade am Anfang für fast typische klischeehafte Prinzessinnen halten. Sie lieben es prunkvolle Kleider zu tragen, auf Bällen zu tanzen und vor allem verheiratet zu werden. Sie lieben ihre kleine Schwester und akzeptieren sie sie so wie sie ist und versuchen ihr auch noch zu helfen. Sie möchten nicht das sie das was sie ausmacht aufgibt und stellen sich mit Fantaghiro den Gefahren.

Die Handlung mit ihrer Spannung hat mich wirklich in ihren Bann gezogen. Diese Umsetzung ist wahrlich gelungen und ich hatte immer das Gefühl hautnah dabei zu sein. Diese Geschichte hat eine regelrechte Achterbahn der Gefühle in mir ausgelöst. Ich habe mitgefiebert, gelacht, gehofft sowie gebangt und ein zwei Tränen müsste ich auch verdrücken. Diese Märchenadaption hat mich wirklich verzaubert und mein Herz erwärmt. Zudem hatte ich nie das Gefühl das langatmig oder vorhersehbar war. Es gab also eine menge Überraschungen.

“Prinzessin Fantaghiro. Im Bann der weißen Wälder” ist eine wundervolle Märchenadaption die mich in ihren Bann zog und nicht mehr los ließ. Die Atmosphäre und Charaktere verzaubern einen und man möchte eigentlich gar nicht das die Geschichte aufhört. Eine glasklare Leseempfehlung von mir für alle Märchenfans!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©
Foto: Nadine Stang
Cover: Impress
Hummel Wertung mit Picsart

 

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