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Rezension: Skye. Götter des Nordens von Lea McMoon

November 6, 2018
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Lea McMoon | Skye. Götter des Nordens | Coming of Age | 06.09.2018 | 346 Seiten | Verlag: Carlsen Verlag | Preis für  E-Book: 3,99 | Ansehen bei Amazon

KLAPPENTEXT

**Wenn Legenden Wirklichkeit werden und deine Helden ihr wahres Gesicht zeigen…**
Mythen, Sagen und Legenden – das ist die Welt von Skye, die lieber für ein Geschichtsreferat recherchiert, als sich auf einem Konzert die Ohren volldröhnen zu lassen. Pech für sie, dass ausgerechnet ihr bester Freund den begehrten Platz als Schlagzeuger in der angesagtesten Indie-Rockband der Stadt ergattert. Notgedrungen trifft Skye nun ständig auf Thorsson, den düsteren Sänger der Band, dem es jedes Mal gelingt, sie aus dem Konzept zu bringen. Erst als Skye in seinen Songtexten Hinweise auf ihre geliebten nordischen Mythen entdeckt, versucht sie hinter seine Fassade aus Coolness und Exzessen zu blicken und kommt ihm und seinem Geheimnis dabei deutlich näher als beabsichtigt… [Quelle]


Da ich die Geschichten um Thor, Odin und Loki liebe war ich sehr gespannt was mich hier wohl erwarten wird. Ich liebe die nordische Mythologie und jedes Buch muss da einfach gelesen werden. Doch leider gibt es bei diesem Buch ein aber… Die Autorin hat ein ganz netten Schreibstil dennoch hatte ich zwischenzeitlich das Gefühl das etwas fehlte. Die Geschichte wird aus Skyes Sicht erzählt was auch echt gut war dennoch hatte man das es wurde alles nur angekratzt. Ich hätte mir gerade bei den Charakteren etwas mehr Tiefe gewünscht. Auch die Atmosphäre des Buches war mir etwas zu platt, es hätte ruhig etwas düsterer sein können. Hier wurde leider viel Potenzial verschenkt.

Zur Geschichte, die 17-jährige Skye ist in der Schule nicht gerade beliebt weil sie eine große Streberin ist. Sie trinkt oder raucht nicht und besucht auch keine Partys. Sie führt also ein ziemlich langweiliges  Leben. Dafür interessiert sich sehr für die Geschichte und die nordische Mythologie. Da ihr Vater als Archäologe für das Museum arbeitet sitzt sie genau an der richtigen Quelle. Wenn sie nicht nach der Schule lernt oder ihre Unterlagen vorbereitet trifft sie sich mit ihrem besten und einzigen Freund Will. Der sie mit seinem wirklich schrottreifen Auto immer überall hin kutschiert. Will möchte bei einer sehr angesagten Indie-Rockband als Schlagzeuger einsteigen und stellt sich dort vor. Dort lernt Skye den Sänger Thorsson kennen und weiß nicht was sie genau von ihm halten soll. Besonders da die Bandmitglieder viele Bezüge auf die nordische Mythologie nehmen und noch andere seltsame Dinge passieren machen Skye stutzig. Thorsson und Skye kommen sich dennoch näher und ab da überschlagen sich die Ereignisse. Kan Skye alles zusammenfügen um eine Katastrophe zu verhindern?

Zu den Protagonisten, wie ich bereits erwähnte waren die Charaktere etwas zu platt. Klar werden Thorrson und Skye ein wenig greifbar geschildert dennoch war mir das zu wenig. Man hätte hier doch deutlich mehr rausholen können. Gerade bei Thorsson fand ich es sehr schade da bei seinem Backround sehr viel mehr drin gewesen wäre. Es bleiben auch viele Fragen offen warum er sich überhaupt sich für sie interessiert. Schade. Die Handlung selbst ist sehr einfach und rund und dennoch hatte man das Gefühl es fehlte etwas. Vieles wurde einfach sehr schnell abgehandelt oder kurz nur angeschnitten. Das fällt gerade am Schluss auf, wo ich dachte das war´s jetzt? Ehrlich? Das wirkte somit ein wenig unfertig.

Trotz allem negativen muss ich sagen das besonders Skye mich mit ihrer Einzigartigkeit oft zum Schmunzeln brachte. Ich kann es nicht mal erklären warum aber sie hat se ne unverblümte Art die man schon mögen muss. Wenn sie irgendwas wittert was ihr komisch vorkommt dann geht sie dem solange nach bis sie weiß was es damit auf sich hat. Und ihr entgeht dabei wirklich nichts. So macht sie sich allerhand Notizen über Türen knarren, Gewitter und Blitz abfolge um einen Zusammenhang zu finden. Die Geschichte selbst fand ich eigentlich ganz süß, die Gefühle konnte ich hier abnehmen.


“Skye. Götter des Nordens” hat mich leider etwas enttäuscht. Die Erzählweise war mir zu grob und die Charaktere teilweise zu platt. Es fehlte mir hier an Tiefe und gerade bei diesem Thema um die nordische Mythologie wäre einfach wesentlich mehr drin gewesen. An sich war es ganz nett aber es konnte mich, als Fan dieser Mythologie, nicht vom Hocker reißen. Sehr sehr schade.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©
Foto: Nadine Stang / Picsart
Cover: Impress
Hummel Wertung mit Picsart

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