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Rezension: Hazel Wood: Wo alles beginnt von Melissa Albert

September 9, 2018
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Melissa Albert | Hazel Wood: Wo alles beginnt | Jugendbücher | 20.08.2018 | 352 Seiten | Verlag: Dressler Verlag | Übersetztung: Fabienne Pfeiffer | Illustrationen: Frauke Schneider | Preis für HC / E-Book: 19,- / 14,99 | Ansehen bei Amazon | *Rezensionsexemplar

KLAPPENTEXT

Geh hin, wo alles beginnt … Hazel Wood zieht alle in seinen Bann.
Seit Alice denken kann, wird sie vom Unheil verfolgt. Dann stirbt ihre Großmutter, die mysteriöse Märchenerzählerin Althea Proserpine, und kurz darauf verschwindet Alices Mutter spurlos. Zurück bleiben die Worte „Halt dich fern von Hazel Wood”. Alice spürt, dass sie ihre Mutter erst wiedersehen wird, wenn sie an den Anfang ihrer eigenen Geschichte geht. Schritt für Schritt entdeckt sie eine unheimliche Wahrheit. Um endlich frei zu sein, bleibt Alice nur eine Wahl: Sie muss nach Hazel Wood … Dorthin, wo alles beginnt. [Quelle]


Dieses Buch habe ich schon länger im Auge und war sehr froh das es ins deutsche Übersetzt wurde. Der Klappentext macht einen sehr neugierig auf die Geschichte da es düster und geheimnisvoll klingt. Der Schreibstil der Autorin gefiel mir ganz gut, er war angenehm locker und flüssig. Es erinnert schon ein wenig an ein Märchen, ein düsteres Märchen wohl eher gesagt.

In dieser Geschichte geht es um Alice die mit ihrer Mutter Ella ständig auf der Flucht lebt. Dadurch fühlt sie sich wie ein Außenseiter und hat ständig das Gefühl nicht dazuzugehören. Eines Tages bekommt ihre Mutter die Nachricht das Mutter, die großartige Märchenerzählerin Althea Proserpine, verstorben ist. Zu diesem Zeitpunkt ändern sich die Dinge und Unglück scheint verschwunden zu sein. Doch leider hält dieses Glück nicht ewig und ihre Mutter verschwindet spurlos, die einzige Nachricht die sie vom Entführer bekommt ist ein Ausschnitt eines Märchens ihrer Großmutter. Da sie sich große Sorgen macht und zwischen den beiden eine große Verbundenheit besteht begibt sie sich auf die Suche nach ihr.

 

“Als Alice geboren wurde, waren ihre Augen abgrundtief schwarz, und die Hebamme blieb nicht einmal lang genug, um sie zu waschen. “ (Im Buch S. 24)

 

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir relativ leicht, die Autorin beschreibt alles so intensiv sodass man ein ein ganz besonders Gefühl zur Geschichte entwickelt. Die Spannung baut sich nach und nach auf und hält sich den größten Teil der Geschichte. Es wirkt immer sehr geheimnisvoll und düster und mit jeden Brotkrumen den die Autorin einen hinwirft wird man neugieriger was hinter allem steckt und sorgt dafür das man weiterlesen will. Jeder Brotkrumen gibt neue Rätsel auf und man ahnt nicht wohin es führen soll. Das gefiel mir von der Umsetzung her sehr gut das man mit rätseln konnte. Man erfährt auch viel mehr über die Märchen die ihre Großmutter geschrieben. Zwei düsteren Märchen werden hier auch näher beleuchtet da sie einen ganz besonderen Zusammenhang zu dieser Geschichte stehen. Aber, ja leider kommt hier ein großes Aber, fand ich die Auflösung zum Ende der Geschichte hin etwas zu einfach und zu schnell gelöst. Da fehlte mir einfach etwas. Gerade weil es im laufe der Geschichte wirklich mysteriöser wurde hätte ich mir doch etwas spektakuläres zum Ende hin gewünscht.

Das Setting spielt wie gesagt zum größten Teil in unserer Welt und zum Teil in der Märchenwelt. Man merkt von Anfang an der Geschichte das da viel mehr hintersteckt als man ahnt. Doch leider muss ich auch hier wieder anmerken,das man viel zu wenig über dieses Hinterland erfährt. Da hätte ich mir doch zeitweise etwas mehr Hintergrund Wissen gewünscht. Ich hatte da irgendwie das Gefühl das da irgendwas fehlte, aber vielleicht ging das auch nur mir so.

Alice weiß genauso viel wir wir, wenn wir die Geschichte lesen. Ich empfand sie nicht gerade als leichte Protagonistin da sie ziemlich schnell reizbar und wütend wird. Sie ist nicht wirklich ne typische Heldin und das merkt man schnell. Man erfährt natürlich nach und nach was hinter ihrer rauren Art und Weise steckt. Ansonsten gibt es da noch ihren Schulkameraden Ellery Finch der sie auf ihrer Suche nach ihrer Mutter Ella begleitet. Er ist ein großer Fan von ihrer Großmutter und kennt all ihre Geschichten auswendig. Leider bleibt er als Charakter ziemlich blass, was ich sehr schade finde. Aber auch die vielen anderen Charaktere die man kennen lernt bleiben blass und ohne tiefe, da hätte man doch noch ein wenig mehr rausholen können.

“Hazel Wood: Wo alles beginnt” ist ein durchaus interessante und geheimnisvolle Geschichte die mich aber leider nicht komplett Überzeugen konnte. Es gibt viele Geheimnisse die einen im laufe der Geschichte zum grübeln bringen und rätseln lassen wie wohl alles zusammenhängt.  Die düstere Atmosphäre und die Spannung innerhalb der Geschichte hat mir sehr gut gefallen, doch leider wirkten die Protagonisten ein wenig etwas blass auf mich. Auch das Ende lässt bei mir einen faden Beigeschmack übrig und konnte mich nicht ganz überzeugen, da waren meine Erwartungen im laufe der Geschichte doch etwas anders. Mir ging es zum Schluss einfach zu schnell und zu einfach. Ansonsten ist es eine schöne aber ungewöhnliche Geschichte die mir tolle Lesestunden bereitet hat.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©
Foto: Nadine Stang / Picsart
Cover: Dressler Verlag
Hummel Wertung mit Picsart

 

 

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