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Rezension: You make my heart race von Miranda Kenneally

August 24, 2018
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Miranda Kenneally | You make my heart race |  Jugendbuch | 13.08.2018 | 400 Seiten | Übersetzung: Gabriele Burkhardt | Verlag:cbt Verlag| Preis für E-Book / TB: 9,99 /9,99 | Ansehen bei Amazon | *Rezensionsexemplar

KLAPPENTEXT

Vor ihren Gefühlen kann sie nicht weglaufen

Wäre ihr Exfreund Kyle noch am Leben, wenn sie nicht mit ihm Schluss gemacht hätte? Von Schuldgefühlen getrieben, bereitet sich Annie auf den Marathon vor, den eigentlich er laufen wollte. Das Training ist hart und wird nur durch Annies attraktiven und draufgängerischen Laufpartner Jeremiah versüßt. Die Anziehungskraft zwischen den beiden ist nicht zu leugnen, doch Jeremiahs dunkle Vergangenheit scheint ihn immer wieder einzuholen und Annies Herz ist noch immer gebrochen …[Quelle]


Das Buch habe ich beim stöbern im Internet gefunden. Das Cover zog mich sofort magsich an. Mir gefällt die  Farbgestaltung sehr schön. Es strahlt etwas leichtes und unbeschwertes aus. Aber einen Blick auf den Klappentext  zeigte mir, dass es nicht eine lockere Geschichte werden könnte… sondern eher emotional wird.Der Schreibstil der Autorin war einfach und leicht. Ich hatte daher keine Probleme der Geschichte zu folgen. Erzählt wird das ganze  aus der Sicht von Annie.

Annie hat nur ein Ziel vor Augen- sie möchte für ihren toten Freund einen Marathon laufen. Ein Lauf, für den er sich intensiv vorbereitete. Damit sie fit ist, hat sie extra einen Lauftrainer angestellt. Mehrmals wöchentlich quält  sie sich über die Kilometer lange Strecke, nur im ihr Zeil näher zu kommen. Es verläuft nicht alles so nach ihrem  Plan. Vor allem als sie den gutaussehenden Jeremiah begegnet. Er ist all das, was Annie nicht gebrauchen kann.  Ihr Herz hängt noch an ihrem toten Freund Kyle. Doch je mehr Zeit sie mit ihm verbringt, desto mehr kribbelt es… Ist Annie bereit die Vergangengeit hinter sich zu lassen?

Annies Leben ist nicht immer sehr rosig gewesen, vor allem die letzten Monate waren sehr schwer für sie.  Aufgewachsen in einer Trailersiedlung lernt sie schon sehr früh, dass sie später im Leben mehr möchte. Sie  arbeitet neben der Schule, ermöglicht es so sich einen Trainer leisten zu können. Auch ihre schulischen Leistungen  sind gut. Annie wird ab Herbst auf da College gehen. Die erste in ihrer Familie, ein Schritt Richtung anderes  Leben. Die letzten Monate geriet ihr Leben ein wenig aus den Fugen. Sie ist gebrochen. Sie hat den Jungen verloren, den  sie über alles liebte und sie gibt sich die Schuld dafür. Sie ist der festen Überzeugung,  dass er  noch Leben  könnte,  wenn das eine alles verändernde Ereignis nicht stattgefunden hätte.

Jeremiah war für mich wie ein Duracel Häschen..er stand ständig unter Strom und man konnte ihn nur schlecht  zum Stillsitzen überreden. Er liebt das Extreme und wagt sich immer wieder in riskante Situationen. Dabei nimmt  er nur wenig Rücksicht auf die Personen die ihn lieben und seine Taten nicht gutheißen.

Zwischen Jeremiah und Annie stimmt die Chemie vom ersten Augenblick an. Die Funken sprühen nur so. Aber  Annie hat immer noch ein gebrochenes Herz und bestimmte Situationen mit Jere bringen sie immer wieder zurück  in die Vergangenheit, zurück zu ihrem toten Freund Kyle. Aber Jeremiah ist nicht nur ein Extremsportler und  ständig auf Zack, nein er ist auch noch sehr rücksichtsvoll. Es gab keine Szene in der er sich aufdrängte oder nicht  auf ihre Gefühle achtete.

Annie will so sehr am Marathon teilnehmen, dass sie ihre eigenen körperlichen Probleme vergisst. Ich hatte den  Eindruck, als ob das Training für sie eine Art Trauerbewältigung ist, bzw. Dass sie versucht ihre Schuldgefühle zu  besänftigen. Das ganze Thema Kyle ist für sie ein Wunderpunkt. Je mehr Zeit sie mit Jeremiah verbringt desto  glücklicher scheint sie. Sie verändert sich im Laufe der Geschichte, sie fängt wieder an zu Leben. Durch Jeremiah  muss sie sich mit der Vergangengeit auseinandersetzen. Und das bereitet ihr manchmal auch Angst, vor allem wenn sie an Jeremiahs waghalsigen Unternehmungen denkt.

Aber ob es ihr wirklich gelingt alles hinter sich zu lassen und Gefühle für Jere zu zulassen? Tja, lest selbst =)

„You make my heart race“ war eine leichte Geschichte für Zwischendurch. Es treffen zwei  verschiedenen Charaktere aufeinander, die im Laufe der Geschichte sich immer weiter annähern.  Die Chemie zwischen Jeremiah und Annie stimmte von der ersten Sekunde an. Für mich waren  sie wie Medizin die sich gegenseitig heilten. Denn nicht nur Annie hatte es in der Vergangenheit  schwer, auch Jere lässt sich nicht ohne Grund auf seinen Extremsport ein. 

Was mir bei der ganzen Geschichte gefehlt hatte, war der Tiefgang. Die Gefühle kamen nicht so  rüber. Es blieb eher alles oberflächlich. Und das war bei so einer Thematik wirklich Schade. Auch  ein möglicher Dramapunkt blieb aus. Es gab Spanungen zwischen beiden, vor allem durch Jeres  Hang zum gefährlichen..aber diese lösten sich fast von selbst auf.

Schade, hier hätte man mehr rausholen können.

 

Daher gibt es von mir 3,5/ 5 Hummeln.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©
Foto: Janet Grabbert
Cover: cbt Verlag
Hummel Wertung mit Picsart

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