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Rezension: Der Himmel über Appleton House von S. E. Durrant

März 28, 2018
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S. E. Durrant | Der Himmel über Appleton House | Jugendbuch | 24.03.2017 | 240 Seiten | Verlag: Königskinder | Preis für HC / E-Book: 16,99 / 11,99 | Ansehen bei Amazon

KLAPPENTEXT

Ira und Zac müssen schon wieder umziehen – diesmal von einer Pflegefamilie ins Kinderheim. Es wird der erste Ort, an dem sie glücklich sind. Trotzdem: Ira sehnt sich nach dem Unmöglichen, nach einer richtigen Familie. Mit Mutter und Vater und einer eigenen Haustür. Aber die Geschwister sind nicht mehr klein und sie wollen zusammenbleiben. Keine guten Voraussetzungen. Am Ende finden sie dennoch ein Zuhause: in Martha, in Appleton House und in ihrem Garten. Und wenn der Abschied vom Kinderheim, von den Menschen dort, auch schwerfällt: Sie haben endlich ihr kleines Stück von Himmel gefunden. Für immer. [Quelle]


Da ich über den Königskinder Verlag erst kürzlich gestoßen bin und dieser bald nicht mehr sein wird, habe ich mir noch einige Schätze gekauft. Gerade dieses Buch hat mich durch sein Cover und den Klappentext sehr angesprochen. Die Geschichte selbst wird aus Iras Sichtweise erzählt, wir lernen beide Kinder und ihr bisheriges Leben besser kennen. Aber nicht nur das, sie stellt auch zahlreiche Vermutungen über das Land oder die Menschen die ihr begegnen an. Durch ihre kindliche Art und Weise wirkte es teilweise ziemlich glaubhaft. Wer hier große Action sucht ist falsch am Platz, dies ist eher ein ruhiges und emotionales Buch das einen auf eine unvergessliche Reise mitnimmt. Es geht viel mehr um die Hoffnung und die Zuversicht das alles anders kommt und man das Glück findet.

Da ich selbst einen kleinen Sohn habe ist es für mich sehr schwer nachvollziehbar wie Kinder ohne Eltern, feste Bindungen sowie Ritualen und Geborgenheit aufwachsen müssen. Das ist gerade in diesem Buch das Thema. Hier geht es um die beiden Geschwister Ira und Zac, die schon einige Pflegefamilien besucht haben. Sie wurden sehr früh zu Waisenkinder dennoch sind sie nun in einem gewissen Alter wo sie nur noch schwer vermittelbar sind. Das sich beide nach einer Familie mit Mutter und Vater sehnen ist wohl verständlich, wer würde dies nicht tun?

So übernimmt Ira für ihren Bruder dementsprechend die Mutterrolle, dadurch wirkt sie schon ziemlich erwachsen für ihr Alter. Trotzdem hat sie den sehnlichsten Wunsch nach Beständigkeit, ein Teil einer Familie zu sein und nicht weiter herumgereicht zu werden. Ich mochte Ira echt gern, sie ist so ein schöner und facettenreicher Charakter den man nur ins Herz schließen kann. Gerade deswegen wirkte sie auf mich ziemlich Authentisch. Zac dagegen ist ist ganz anders. Er ist mehr derjenige der sich zurückzieht und für sich ist. Aber mit der Zeit taut auch er langsam auf und kommt aus sich heraus. Wenn man überlegt was die beiden Geschwister bis jetzt alles durch gemacht haben ist das nur allzu verständlich das er sich so verhält. Ich denke viele würden dies tun um nicht noch mehr Verletzungen davon zu tragen.

„Der Himmel über Appleton House“ ist eine schöne, emotionale und gefühlvolle Geschichte die einen nicht mehr loslässt. Gerade bei dem Thema Kinder reagiere ich sehr emotional. Die Charaktere wirkten auf mich alle sehr authentisch und die ruhige Stimmung passte perfekt. In diesem Buch geht es um die Suche nach Beständigkeit und Glück, das mit jeder Zeile spürbar war. Ich kann euch diese tolle Geschichte nur empfehlen!

 

 

 

 

©
Foto: Nadine Stang
Cover: Königskinder Verlag
Hummel Wertung mit Picsart

 

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