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Rezension: SUBLEVEL 1: Zwischen Liebe und Leid von Sandra Hörger

Januar 29, 2018
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Sandra Hörger | SUBLEVEL 1: Zwischen Liebe und Leid | Fantasy | 03.08.2017 | 321 Seiten | Verlag: Impress | Preis für E-Book: 3,99 | Ansehen bei Amazon | *Rezensionsexemplar

 

**Weil Liebe nur eine Antwort kennt**
Lange hat Sunrise Garcia auf den Tag gewartet, der ihr Leben für immer verändern wird. Als sogenannte Hoffnungsträgerin steht sie kurz davor, sich einen Platz in der Oberschicht zu sichern. Ihr einziges Ziel: einen guten Beruf auszuüben und genug Geld zu verdienen, um ihre Familie aus der Armut des Sublevels, dem untersten Stockwerk des Raumschiffes, zu retten. Doch als sie dem Präsidentensohn Corvin Corvus begegnet, kann sie nur noch an seine sturmgrauen Augen denken. Aber Sunrise ist es verboten, ihren Gefühlen nachzugeben. Immerhin hängt die Zukunft ihrer gesamten Familie davon ab, dass sie einen kühlen Kopf bewahrt…


Durch den Klappentext bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden, besonders die Thematik hat mich sehr angesprochen. Von der Autorin selbst habe ich bisher nichts gelesen deswegen war ich neugierig wie mir diese Geschichte wohl gefallen wird. Doch leider hat die Geschichte mich ein wenig enttäuscht aber dazu komme ich gleich.

 

” […] Höre ich seinen tonlosen Appell oder meine eigene innere Stimme? Es ist nicht von Belang. Der Kampf, den ich ausfechte, bleibt der derselbe: Wissen gegen Wunschdenken, Verlangen gegen Vernunft, Runde um Runde, ohne in der Sache einen Sieg davonzutragen. […] “ (Pos. 3250)

 

Zur Geschichte, Sunrise Garcia wurde von ihrer Familie als Hoffnungsträgerin ausgewählt und wurde schon im Kindesalter Verlobt. Durch die finanzielle Hilfe ihrer Familie und die ihres Verlobten, kann Rise zur Schule gehen und einen guten Abschluss machen. Sie möchte best möglich abschließen damit sie einen guten Job bekommt um die beiden Familien aus den Subleveln  in die Oberschicht zu holen. Wie man merkt ist ihr Lebens schon komplett verplant , sie selbst ist damit weniger glücklich und hat Angst die hohen Erwartungen nicht zu entsprechen. Ihren Verlobten Agri verabscheut sie zutiefst und kann sich mit ihm auch keine Zukunft vorstellen. Eines Tages trifft sie auf den Präsidentensohn Corvin Corvus, dem sie zuerst das Leben rettet und sich dann von ihm den Kopf verdrehen lässt. Doch als Hoffnungsträgerin kann sie sich keine Ablenkung leisten und besonders nicht im Form von Corvin. Denn jeder ihrer Familienmitglieder zählt auf sie.

Zu den Protagonisten, Sunrise Garcia auch nur Rise genannt hat eine sehr große Verantwortung zu tragen. Das hart erarbeite Geld der Familien geht für ihre Schulbildung drauf damit sie sie später in die Oberschicht holt. Rise ist mit ihrer Situation nicht glücklich und hat das Gefühl an dem hohen Druck zu ersticken. Besonders wenn sie an ihren ekligen Verlobten denkt der so dumm ist wie Brot. Ihre Zukunft sieht daher nicht rosig aus und sie kann einen wirklich leid tun.

Corvon Corvus ist der Präsidentsohn und jüngster Kommandant der SEPS. Er war mir durchaus sympatisch. Er ist stur, lehnt sich gegen seinen Vater auf, verschlossen und zeigt Verantwortung. Corvin ist jemand der sich wirklich für die Probleme der Menschen interessiert und ihre Zustände. Außerdem gibt er Rise das Gefühl, trotz ihrer Herkunft, etwas ganz Besonderes zu sein.

An sich ist die Geschichte ganz gut doch leider bin ich nicht ganz glücklich mit der Umsetzung. Gefühlt passiert leider nichts in der Geschichte, das ist nicht böse gemeint aber irgendwie nimmt die Story kaum Fahrt auf. Es wird viel erklärt über die Unterschiede der Sublevel und der Oberschicht was mir auch gut gefiel aber trotzdem war es irgendwie lahm. Auch brauchte ich auch einige Zeit um mich nicht den beiden Sprachen bzw. Slangs und den Latein anzufreunden.  Das hat mich wirklich gestört beim lesen und irgendwie ausgebremst.

Auch störte mich diese übertriebene Schwärmerei um Corvin. Dazu kommt natürlich noch der Gewissenskonflikt von Rise ob sie sich nun mit ihm treffen soll oder nicht. Das stand leider viel zu sehr im Vordergrund statt auf die Probleme auf dem Schiff einzugehen. Denn da gibt es ja so einige, die mich weitaus mehr interessiert hätten. Aber auch das Ende gefiel mir nicht so gut, klar war es schon ein wenig spannender, aber irgendwie fehlte da etwas.

“Sublevel 1: Zwischen Liebe und Leid” hat in meinen Augen leider sein Potenzial nicht genug ausgeschöpft. Leider konnte mich dieser Auftakt nicht komplett umhausen da ich da noch sehr viel Luft nach oben für die Story sehe. Daher ist es für mich nur ein Buch für zwischendurch und hoffe sehr das Band Zwei besser wird.

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©
Foto: Nadine Stang
Cover: Carlsen Verlag
Hummel Wertung mit Picsart

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