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Rezension: A Girls’ Night in – Audrey & Ich (Diven-Reihe, Band 1) von Lucy Holliday

Januar 28, 2018
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Lucy Holliday | A Girls’ Night in – Audrey & Ich | Fantasy | 24.11.2017 | 353 Seiten | Verlag: LYX Verlag | Preis für EPreis für TB / E-Book: 10,-/ 8,99 | Ansehen bei Amazon | *Rezensionsexemplar

 

Einen schlimmeren Tag hat Libby Lomax noch nie erlebt: ihre erste Sprechrolle vergeigt und fast den angesagten Filmstar Dillon O’Hara in Brand gesetzt. Hier hilft nur eins: Frühstück bei Tiffany! Doch da sitzt auf einmal Audrey Hepburn – die Audrey Hepburn – neben Libby auf der Couch. Hat Libby den Verstand verloren, oder kann die Stil-Ikone ihr helfen, ihr Leben doch noch in einen Blockbuster zu verwandeln?


Als ich das Cover und den Klappentext gesehen habe wurde ich neugierig. Da ich gerne Filme mit Audrey Hepburn gucke wusste ich das ist etwas für mich. Auch der Schreibstil der Autorin hat dazu viel beigetragen. Diesem empfand ich als sehr locker, wenn nicht sogar leichtfüßig, und sehr erheiternd. Aber auch die gute alte Ironie kommt in diesem Band nicht zu kurz.

 

” […] Ich meine, denk doch mal nach, Liebling: Stecke eine x-beliebige Frau in ein fantastisches Kleid wie dieses hier, gib ihr dazu noch ein paar Tiffany-Diamanten, und jede würde umwerfend aussehen. […] “ (Im Buch S. 87)

 

In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Libby Lomax, die eine eher weniger erfolgreiche Schauspielerin ist. Sie kann diesem Beruf so gar nichts abgewinnen und wird seid jeher von ihrer ehrgeizigen Mutter zum Casting geschleift. Ihre Schwester Cass hingegen geht in diesem Beruf regelrecht auf und will die größte Schauspielerin der Welt sein. Libby ist daher ziemlich bodenständig und macht sich demnach auch nicht viel aus dieser Glamour Welt, sie schaut lieber Filme als darin mitzuwirken. Man könnte jetzt natürlich meinen alles würde gut für sie laufen, weit gefehlt. Sie zieht regelrecht das Pech an und landet immer in einem kleinen Fettnäpfchen. Aber gerade dieses macht sie so sympatisch, denn Libby ist eine Kämpferin und gibt nicht auf.

Sie würde nicht wie man anderer den Kopf in den Sand stecken sondern versucht noch zu retten was zu retten ist. Aber mit all ihren Problemen steht sie nicht alleine da, ihre besten Freunde Nora und Olly Walker stehen ihr stets mit Rat und Tat zur Seite. Gerade Olly ist ein Schatz, wenn man das so sagen darf. Die beiden haben sich mit dreizehn bei einem Casting kennen gelernt und sind seitdem unzertrennlich. Er ist fürsorglich, aufmerksam, humorvoll und trägt das Herz am rechten Fleck. Außerdem ist er ein wirklich großartiger Koch, doch leider war ich schon ein wenig traurig als Libby in vernachlässigt um sich mit dem Schauspieler Dillion O’Hara zu treffen. Diesen empfand ich als wirklich sehr unsympathisch, er kann jedem Finger eine haben und wirkt dadurch ziemlich Arrogant. Seine überhebliche Ausstrahlung und seine frechen Sprüche trugen auch nicht dazu bei das ich ihn mehr mochte. Ich fand es sehr schade das Libby auf seine Art reingefallen ist und sich hat blenden lassen.

Natürlich kommt so eine Geschichte nicht ohne Klischees aus und da gab es so einige, mehr werde ich euch dazu aber nicht verraten. Wenn ich noch ganz bezaubernd fand war natürlich Audrey Hepburn. Sie wollte Libby unter die Arme greifen und ihr helfen ihr Leben in den Griff zu bekommen. Das vieles davon mehr Schaden angerichtet hat als geholfen könnt ihr euch wahrscheinlich denken oder? Ich fand es großartig wie die Autorin Audreys Art und Weise eingefangen und nieder geschrieben hat.

Und dann gibt es da noch einen Punkt über den ich mich wirklich aufgeregt habe und zwar, Libby Familie. Diese sind alle so furchtbar egoistisch und nur auf ihren Vorteil bedacht, da dreht einem ja der Magen um. Besonders ihr Vater war mir da ein Dorn im Auge. Dieser ist vergesslich, unzuverlässig und behandelt Libby als wäre sie ein notwendiges Übel. Furchtbar! Mehr fällt mir nicht dazu ein, ohne zuviel zu verraten.

Ansonsten ist es ein schönes Buch, vom Grundthema ist es leider nichts neues in diesem Genre, dennoch hatte ich eine schöne Lesezeit mit der Geschichte. Trotz der humorvollen geschrieben Art fehlte der gewisse Charme der einen verzaubert, daher ist für mich nur ein Buch für zwischendurch.

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©
Foto: Nadine Stang
Cover: LYX Verlag
Hummel Wertung mit Picsart

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