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Rezension: Über den wilden Fluss (His Dark Materials 0) von Phillip Pullman

Januar 18, 2018
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Phillip Pullman |Über den wilden Fluss (His Dark Materials 0) | Fantasy | 17.11.2017 | 560 Seiten | Verlag: Carlsen Verlag | Preis für HC / E-Book: 24,- / 16,99 | Ansehen bei Amazon | *Rezensionsexemplar

 

Millionen von Fans weltweit haben bereits sehnsüchtig auf dieses Buch gewartet: die Vorgeschichte der berühmten Trilogie um den Goldenen Kompass!
Der 11-jährige Malcolm lebt mit seinen Eltern und seinem Dæmon Asta in Oxford und geht in dem Kloster auf der anderen Seite der Themse aus und ein. Als die Nonnen ein Baby aufnehmen, von dem keiner wissen darf, ist es mit der Ruhe in dem alten Gemäuer vorbei. Auch Malcolm schließt das kleine Wesen, das in großer Gefahr zu sein scheint, sofort in sein Herz und setzt alles daran, es zu schützen. Der Name des Babys: Lyra Belacqua.


“Über den wilden Fluss” ist der Auftakt einer neuen Trilogie des Autors. In diesem ersten Band hier handelt es sich um die Vorgeschichte der “His Dark Materials Reihe”. Ich kannte persönlich habe diese schon vorewigen Zeiten gelesen und wusste nicht mehr ganz genau wie die Geschichte war. Deswegen ist es nicht so schlimm die anderen Teile nicht zu kennen da es ja die Vorgeschichte ist. Ich fand es damals schon sehr faszinierend wie die Menschen und ihre Dæmonen mit einander harmonieren und wie stark ihre Verbindung zueinander ist. Deswegen war die Freude groß als ich erfahren habe das da noch mehr kommt.

 

” […] In der Bibel, sagte er einmal, als er der alten Schwester Fenella in der Küche half,  heißt es, dass Gott die Welt in sechs Tagen erschaffen hat.
Das stimmt, erwiderte Schwester Fenella, die gerade einen Teig knetete. 
Wie kommt es dann, dass es Fossilien und andere Sachen gibt, die Millionen Jahre alt sind? 
Ach, weißt du, damals waren die Tage viel länger, sagte die brave Schwester. […] “ (Im Buch S. 17)

 

Zur Geschichte, der elfjährige Malcom Polstead lebt mit seinen Eltern in der nähe von Oxford. Dort hilft er seinen Eltern im Gasthaus der Forelle aus und hört und sieht dadurch so einiges. Aber nicht nur das er hilft auch den Nonnen aus dem Kloster Godstow bei vielen alltäglichen Dingen. So kommt es eines Tages das die Nonnen ein Baby in Obhut nehmen und Malcom ganz interessiert dran ist. Doch leider gibt es so manch eine Gruppierung die hinter dem Baby her sind und nicht alle sind ihm wohlgesinnt. Und dann kommt es zu einer großen Katastrophe was dazu führt das Malcom mit Alice das Baby Lyra retten muss. Es beginnt eine aufregende und spannende Fahrt auf seinem Kanu “Le Belle Sauvage” für die drei.

Melcom Polstead ist ein wissbegieriger und freundlicher Junge, der leider auch gerne Informationen großzügig weiter verbreitet. Trotzdem mochte ich ihn gleich auf Anhieb, er hat diese süße kindliche Art die man einfach mögen muss. Auch sein Dæmon Astra fand ich ganz toll. Dann gibt es da noch Alice, sie hilft bei Malcoms Eltern im Gasthaus als Spülhilfe aus. Sie wirkt auf den ersten Blick hin sehr mürrisch und abweisend, dieses legt sich aber im laufe der Geschichte so langsam. Aber nicht nur sie entwickelt sich weiter sondern auch unser kleiner Held Malcom wächst über sich hinaus. Es gibt viele schwierige und gefährliche Situationen die sie beide meistern müssen um Lyra in Sicherheit zu bringen und in manchen geht es sogar um Leben und Tod. Und ich denke in vielen Situationen hätte ähnlich wie die beiden Protagonisten gehandelt deswegen konnte ich ihre Handlungen ganz gut nachvollziehen.

 

” […] Es war geschehen. Die Atmosphäre im Raum hatte sich ganz plötzlich verändert. Es herrschte eine Stimmung … sie konnte es nicht begreifen … es war, als würden alle anderen ein Geheimnis teilen, das sie nicht kannte, und ihren Blick geflissentlich meiden. […] “ (Im Buch S. 266)

 

Aber trotz dieser spannenden und aufregenden Art und Weise wie die Geschichte abläuft fehlte mir irgendwie das gewisse etwas. Das ist keinesfalls schlecht gemeint aber zeitweise gab es doch ein paar langatmige Stellen die ein wenig fahrt weg genommen haben. Auch empfand ich die Geschichte viel zu gradlinig da hätte ich mir mehr Komplexität, wie es in der Reihe gegeben ist, gewünscht. Natürlich gab es die ein oder andere Überraschung bei dieser wilden Fahrt dennoch fehlte etwas.

Für mich ist “über den wilden Fluss” ein wirkliches tolles Buch was mich begeistern konnte, auch wenn mir das gewisse etwas fehlte. Es ist spannend und fesselnd geschrieben und man erfährt endlich was vor der “goldene Kompass” geschehen ist. Für alle Fans dieser Reihe ein Muss!

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©
Foto: Nadine Stang
Cover: Carlsen Verlag
Hummel Wertung mit Picsart

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