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Rezension: Tochter der Flut von Jake Halpern & Peter Kujawinski

September 22, 2017
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Jake Halpern & Peter Kujawinski | Tochter der Flut | Fantasy | 23.08.2017 | 385 Seiten | Verlag: Ravensburger Buchverlag | Übersetzung: Wolfram Ströle | Preis für HC/ E-Book: 15,- / 9,99 | Ansehen bei Amazon | *Rezensionsexemplar

Wenn auf Marins Insel nach 14 Jahren Tag die endlose Nacht hereinbricht, muss ihr Volk fliehen. Denn die eisige Dunkelheit überlebt niemand. Doch Marin und ihr Freund Line verpassen die rettenden Boote. Und das nur, weil Line den Anhänger gesucht hat, den sie verloren hatte. Angeblich verloren. Und so wird ihr Schweigen zur Zerreißprobe ihrer Liebe. Und zum Beginn eines knallharten Überlebenskampfes …


Dieses Buch habe ich in der Programmvorschau beim Verlag entdeckt und fand es vom Klappentext sehr interessant. Wir lernen in dieser Geschichte die Zwillinge Marin und Kana sowie ihren Freund Line besser kennen. Gleich am Anfang der Geschichte finden Marin und Line die Hexenstatue die nur am Meeresgrund zu sehen ist wenn Ebbe eintritt und wundern sich über die Inschrift “Die Häuser müssen ohne Markel sein”. Dies wirkte auch auf mich sehr mysteriös und habe darüber gegrübelt was das wohl bedeuten könnte. Alle Bewohner der kleinen Insel säubern und räumen, kurz vor Aufbruch ins Wüstenland, die Häuser und entfernen alle Schlösser.Denn die 14 Jahre Tag auf der Insel sind vorbei und es stehen 14 Jahre Nacht bevor. Aber die Ebbe kommt diesmal schneller als gedacht und dazu kommt noch das auf einmal Line verschwindet. Marin will und kann ihn nicht zurücklassen und begibt sich mit Kana auf die Suche nach ihm. Was sie dabei entdecken und welche Geheimnisse dabei lüften darauf wären sie in ihren wildesten Träumen nie gekommen.

 

” […] DIE HÄUSER MÜSSEN OHNE MARKEL SEIN.
SIE DÜRFEN NICHT VERÄNDERT WERDEN.
ÜBERDECKT EUREN GERUCH.
FLIEHT DIE NACHT ODER WIR HOLEN UNS EUCH. […] ” (Im Buch S. 201)

 

Der Schreibstil der Autoren ist locker und flockig und man kommt dadurch sehr schnell in die Geschichte rein. Die Geschichte selbst wird aus Marins, Kanas und Lines Sichtweise erzählt und dadurch kann man sich gut in sie hineinversetzen.  Auch die Aufmachung des Covers und der jeweiligen Kapitel Anfänge finde ich sehr schön gestaltet und gefiel mir sehr gut.

Zu den Protagonisten, Marin ist selbstbewusst und Hilfsbereit und ziemlich Stolz und Stur vom Wesenszug. Dagegen ist ihr Zwillingsbruder Kana ganz anders, er kann bei Tageslicht nichts sehen sondern nur in der Nacht, ist still und verschlossen und hat sich von Marin irgendwie zurück gezogen. Ihr Freund Line ist der Impulsive der drei und kümmert sich seit dem Tod ihrer Eltern um seinen jüngeren Bruder Francis.

In dieser Geschichte überschlagen sich regelrecht die Ereignisse und man wird förmlich mitgerissen ins Abenteuer der drei Protagonisten. Mit jedem Kapitel steigt die Spannung was wohl noch geschehen mag und auch das Tempo nimmt immer weiter zu. Natürlich hofft und bangt man mit ob sie es schaffen sich zu retten und lebend von der Insel zu fliehen oder aber…. Ich könnte wesentlich mehr berichten aber dann würde ich euch evtl Spoilern und das möchte ich ja nicht. Auf jeden Fall wird es ziemlich geheimnisvoll, mysteriös und von der Stimmung her düster, das einzige was ich zu bemängeln hätte wäre das es mir persönlich am Schluss zu einfach war und irgendwie zu schnell. Gerne hätte ich mehr erfahren.

Ansonsten hat mir “Tochter der Flut” gut gefallen, es ist wirklich spannend und mitreißend gestaltet und man rätselt mit was es alles zu bedeuten hat. Dazu kommt noch die düstere und mysteriöse Stimmung die das ganze schön abrundet. Ganz klare Leseempfehlung!

 

 

 

 

 

 

 

©
Foto: Nadine Stang
Cover: Ravensburger Verlag
Hummel Wertung mit Picsart

 

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