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Rezension: Immer diese Herzscheiße von Nana Rademacher

September 9, 2017
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Nana Rademacher | Immer diese Herzscheiße | Jugendbuch | 23.08.2017 | 320 Seiten | Verlag: Ravensburger Buchverlag | Preis für HC / E-Book: 15,- / 12,99 | Ansehen bei Amazon | *Rezensionsexemplar

Die 15-jährige Sarah lebt im Stuttgarter Hallschlag. Da wo niemand sein will. Da wo man nie rauskommt, egal wie sehr man sich anstrengt. Ihr Berufswunsch: Hartz IV. Ihre Hobbies: klauen, trinken, Spaß haben. Zukunft: völlig egal. Jemand wie sie hat sowieso keine Chance. Dann wird sie beim Dealen erwischt und ihr Lehrer stellt ihr ein Ultimatum: Entweder sie macht bei einem Theaterprojekt mit oder sie fliegt von der Schule. Widerwillig wagt sich Sarah in eine ihr völlig fremde Welt. Doch als sie Paul kennenlernt, wird ihr klar, dass es vielleicht doch ein paar Dinge gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt. [Quelle]


Das Buch mit diesem Jugendslang war was ganz neues für mich und mit dieser wirklich jungen und ziemlich frechen Protagonistin hat man so seinen Spaß. Wir lernen die 15 Jährige Sarah kennen die meint keine Zukunft zu haben und gerne von Hartz IV leben möchte.  Sie dealt, klaut, raucht und trinkt Alkohol. Als eines Tages ihr Lehrer Herr Straubmann sie beim dealen erwischt, schlägt er ihr ein deal vor.  Sie soll die beim Theater mitmachen oder es droht ihr ein Schulverweis. Wiederstrebend macht sie mit. Ihre Freundin Dixi ist aus dem gleichen Holz geschnitzt und ihr gefällt dies gar nicht das Sarah nun weniger zeit für sie hat.

 

” … Kichern ist wie das Leben.
Es ist schnell und lustig, aber man muss immer aufpassen, dass man keine reinbekommt.” (Im Buch S. 49)

 

Der Schreibstil der Autorin ist locker und flockig und man kommt dadurch sehr schnell in die Geschichte rein. Die Geschichte selbst wird aus Sarahs Sichtweise erzählt und dadurch kann man sich gut in sie hineinversetzen. Ich hatte trotzdem leichte Probleme mit ihrem “Ghetto -Slang”.

Sarah selbst hat eine “ist mir egal” Einstellung und das merkt man gleich, sie ist frech, respektlos und aufmüpfig. Das man sich für andere einsetzt oder glaubt kennt sie nicht. Deswegen fällt es ihr schwer sich anderen anzuvertrauen. Auch ihrem Bruder Najim vertraut sie nicht mehr, da er sich in ihren Augen zu einem Spießer verwandelt hat, und von zu Hause ausgezogen ist. Dann trifft sie in der Theater Gruppe Paul und er ist das komplette Gegenteil von ihr und das macht die Geschichte so spannend.

Viele Nebencharaktere wie Najim, Kathi, Armin fand ich sehr sympatisch und lassen sich nicht unterkriegen von Sarahs aufmüpfiger und rebellischen Art. Sie wollen alle nur das beste für sie und ihre Zukunft das sie nach und nach selbst erkennt. Wer hier eine große Liebesgeschichte sucht, muss ich leider ein wenig enttäuschen, hier geht es eher um die Zukunftsperspektive und die Hoffnung mehr aus seinem Leben zu machen.

Die Geschichte regt zum Nachdenken an und hat denn ein oder anderen Weisen Spruch auf Lager. Empfehlenswert!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©
Foto: Nadine Stang
Cover: Ravensburger Verlag
Hummel Wertung mit Picsart

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