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Rezension: Wenn wir nach den Sternen greifen von Kathleen Weise

Mai 17, 2019
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Kathleen Weise | Wenn wir nach den Sternen greifen | Jugendbuch | 15.03.2019 | 224 Seiten | Verlag: Ueberreuter Verlag | Preis für HC / E-Book: 16,95 / 14,99 | Ansehen bei Amazon | *Rezensionsexemplar

KLAPPENTEXT

Höchst emotional und eindringlich erzählt Kathleen Weise in diesem Roman, was es wirklich kostet, seinen Traum zu leben.

2039: Der Aufbruch zur ersten bemannten Mars-Mission steht kurz bevor – auch der Vater der 17-jährigen Ianthe wurde hierfür ausgewählt. Auf einem abgeschirmten NASA-Gelände am Strand verbringen alle Familien einen letzten gemeinsamen Urlaub. Ianthe ist hin- und hergerissen zwischen Abschiedsschmerz und Wut, weil ihr Vater für seinen Traum seine Familie verlässt. 
Und doch will auch sie nach den Sternen greifen: Ianthe hat ein Angebot von einem Plattenlabel in der Tasche. Der einzige Haken daran: Sie müsste dafür nach Seattle ziehen. Kann sie ihrer Familie eine weitere Veränderung antun, nur damit auch sie ihre Träume verwirklichen kann? [Quelle]


Ich bin durch die Programmvorschau zufällig auf dieses Buch aufmerksam geworden. Das Cover ist hier wirklich sehr schön gestaltet und fällt dadurch auf. Der Schreibstil der Autorin war locker und flüssig sodass ich sehr schnell in die Geschichte rein fand. Die Geschichte selbst wird aus der Sicht von Lanthe erzählt so konnte man sich sehr gut in sie und ihre Gefühle hineinversetzen. Ich war durch den Klappentext sehr neugierig auf das Buch, da es ja nach einer außergewöhnlichen Geschichte klingt die in der Zukunft spielt.

Wir werden in dieser Geschichte in das Jahr 2039 entführt. Dort treffen wir auf Lanthe und ihre Familie. Sie ist eine von wenigen Astrokids. Ihr Vater ist nämlich Teil einer Crew die zur ersten Mars Mission ausgewählt wurden. Für Lanthes Vater geht sein größter Traum in Erfüllung. Doch was ist mit seinen beiden Kindern und seiner Frau? Kann er sie einfach so zurücklassen für diesen Traum? Wir erleben mit ihnen die letzten Tage zusammen als Familie bevor er Abflug bevorsteht. Hier macht meine Achterbahn der Gefühle mit der Familie durch von Schmerz bis hi zur Wut ist alles dabei.

Die Protagonistin Lanthe war mir sehr sympatisch und kam authentisch rüber. Sie hat eine ganz besonderes musikalisches Talent und hat sogar ein Angebot von einem Musiklabel in Seattle bekommen. Sie ist hin und her gerissen. Kann sie es wagen kurz nach dem Start der Mission ihre Mutter und Schwester alleine zu lassen? Ich konnte mich sehr gut in sie hineinversetzen und auch verstehen warum sie so mit sich hadert. Deswegen habe ich sie sehr gerne in dieser Geschichte begleitet.

 

“Es gibt Träume, die Menschen zurücklassen, und es gibt Träume , die man mit anderen Teilen kann” (Im Buch S.202)

 

Im Vordergrund steht aber nicht die Mars Mission sondern eher die Zeit des Abschiednehmens. In dieser schweren Zeit gehen der Familie von Lanthe viele Dinge durch den Kopf. So kommt es auch das sie den Sinn der Mission hinterfragen, was ist nach dem Start und wie geht das Leben danach ohne ihren Vater weiter? Die Spannung und Handlung hat mich hier wirklich für sich eingenommen. Ich konnte gut verstehen das Lanthes Vater diese große Chance ergreifen will und den letzten Sommer zusammen verbringt. Da niemand weiß ob die Mission gelingt. Die Gefühle spielen hier wirklich Achterbahn in der Geschichte. Keine Familie möchte das der Vater sie verlässt um nach den Sternen zu greifen. Und dann selbst sich fragt was kostet es seinen Traum zu verwirklichen und wer bezahlt ihn?

Anfang jedes Kapitels gibt es den Countdown stand der ein wenig Spannung erzeugen soll. Mich hat das Buch wirklich gut unterhalten aber leider konnte mich die Spannung nicht das komplette Buch mitreißen. Natürlich ist eine schöne und außergewöhnliche Geschichte wenn man mal etwas anderes lesen will. Das Ende war wie erwartet auch wenn es da doch eine kleine Überraschung gab mit der ich so nicht gerechnet habe. Man erfährt wie es mit Lanthe weitergeht und ihrer Familie. Schön war auch der Anhang wo noch einige Songtexte von Lanthe aufgeschrieben sind sowie einige Begriffe der Nasa erklärt wurden.

“Wenn wir nach den Sternen greifen” ist ein tolles und außergewöhnliches Jugendbuch was einen zeigt das man einen gewissen Preis für seine Träume bezahlen muss. Ich mochte die Zeit mit Lanthe und ihrer Familie und konnte sehr gut ihre Ängste und Sorgen verstehen, wem würde es in diesem Fall nicht so gehen? Gerne hätte ich noch erfahren ob die Mission gelungen ist. Ansonsten war es ein schönes Buch was ich euch gern ans Herz legen würde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

©
Foto: Nadine Stang
Cover: Ueberreuter Verlag
Hummel Wertung mit Picsart

 

 

 

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